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Eine unerhörte Reise in die Goethezeit. Handbuch für Kulturverdrossene. € 19,80 |
ISBN: 978-3-8260-4104-4 Autor: Schütte-Bubenik Andrea Erscheinungsjahr: 2009 Seitenanzahl: 244 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Wer die Kultur der „Goethezeit“ bislang für schwere Kost gehalten hat, wird im Handbuch für Kulturverdrossene eines Besseren belehrt. Unterhaltsam und mit einer guten Portion von schwarzem Humor wird hier erzählt, was Goethe und seine Zeitgenossinnen bewegt hat: der erste Heißluftballon, eine unmoralische Theateraufführung, der Mord an einem Theaterdichter, Weimars untreue Ehefrauen und die Allüren von Goethes Reim-Kollegen. Für dieses Buch ist ausschließlich Primärliteratur ausgewertet worden. Tagebücher, Briefe und Erinnerungen dienten als Ausgangspunkt für eine Arbeit, die allein das subjektive Erleben von Goethe und seinen Zeitgenossinnen im Blick hat. Der ungeheure Ballast an Sekundärliteratur, der auf dem Kulturdenkmal Goethe lagert, ist während der Ausarbeitung weitgehend außer Acht gelassen worden. Durch diese Vorgehensweise sind Perspektiven auf die „Goethezeit“ eröffnet, die sicher auch den kundigen Leser überraschen werden. Trotz dieser Ansätze ist die unerhörte Reise in die Goethezeit vor allem ein Lesebuch: ein Lesebuch, in dem auf amüsante Weise die Klischees von der Weimarer Klassik auf den Kopf gestellt werden. Die Autorin Andrea Schütte-Bubenik studierte Theologie und Germanistik und promovierte mit einer Arbeit über Karoline Herder an der Freien Universität Berlin. Sie arbeitet als Autorin in Berlin.
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Schiller und kein Ende. Metamorphosen und kreative Aneignungen. € 39,80 |
ISBN: 978-3-8260-4152-5 Autor: Hinderer Walter Erscheinungsjahr: 2009 Seitenanzahl: 452 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Das neue Buch des Autors setzt zum 250. Geburtstag von Friedrich Schiller die Diskussion über den originellen Dramatiker, Intellektuellen, glänzenden Briefsteller und Essayisten fort. Im ersten Kapitel erzählt er detailliert die makabre, aber spannende Geschichte der drei Begräbnisse des angeblichen Nationaldichters und der verschiedenen Versuche, den Inhalt des Schillersarges zu identifizieren. Obwohl die DNA-Analysen des „Friedrich-Schiller-Code“- Projekts im Jahr 2008 zu dem Ergebnis gelangten, dass der Fürstengruft-Schädel nicht der Schädel Schillers sein kann, beharren die beteiligten Fachleute, die anthropologische und chemische Untersuchungen anstellten, darauf, dass der Fürstengruft-Schädel der echte ist. Die weiteren Kapitel des Buches führen im ersten Teil die verschiedenen Metamorphosen von Schillers exzentrischer Laufbahn vor und versuchen neben den verschiedenen theoretischen Ansätzen seines Werkes eine Annäherung an seine facettenreiche Persönlichkeit. Man spricht zwar häufig von Schillers Spiritualismus und seinem Asketentum, von seiner Willenstärke und seinem übersteigerten Idealismus, aber nicht von seinem zuweilen recht deftigen Sensualismus, der keineswegs Kraftausdrücke verschmäht und dessen Temperatur noch in der energiegeladenen, manchmal überhitzten Sprache seiner Jugenddramen zu messen ist. Schillers scharfer analytischer Verstand stand nicht selten zu seiner zügellosen Phantasie im Widerspruch. Auf der anderen Seite war es gerade dieser Antagonismus, der ihn zu dem fulminanten Theatergenie machte, wie es in deutscher Sprache nur wenige gegeben hat. Wie Schillers Wirkung auf die folgenden Generationen ausgestrahlt hat, von Hölderlin, Kleist und Büchner bis zu Brecht und Hochhuth, macht der zweite Teil des Buches deutlich, der unter dem Motto und dem Konzept „kreativer Aneignungen“ steht. Metamorphosen – Das heronische Begräbnis – Die exzentrische Bahn – Empirische Seelenlehre und das Integralbild des Traums – Theater als politische Anstalt – Der schöne Traum von der politischen Regeneration – Die Damen des Hauses – Von Heroinen und Amazonen – Das antike Drama als Herausforderung – Kreative Aneignungen – Schillers Philosophische Briefe und Hölderlins Hyperion – Schillers Jungfrau von Orleans und Kleists Penthesilea – Verheimlichte Verwandtschaft: Büchner und Schiller – Ist das epische Theater eine moralische Anstalt? Brechts kritische Aneignung von Schillers Dramaturgie – Plädoyer für den Einzelgänger: Schiller und Hochhuth Der Autor Walter Hinderer lehrt seit 1978 an der Princeton University in den USA. Zahlreiche Bücher bei K&N, u.a.: Geschichte der politischen Lyrik in Deutschland, 2007 – Geschichte der deutschen Lyrik vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 2001 – Von der Idee des Menschen. Über Friedrich Schiller, 1998 – Codierungen von Liebe in der Kunstperiode (Hrsg.), 1997 – Arbeit an der Gegenwart. Zur deutschen Literatur nach 1945, 1994.
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