ISBN: 978-3-8260-3937-9 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 208 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vorwort – G. Bittner: „Ich handelte als Mensch und nicht als Formalist“. Einführende Überlegungen zu einer pädagogischen Handlungstheorie im Kontext aktueller handlungstheoretischer Diskurse – I. Handlungstheorien: Handlungserklärung und -bewertung – H.-J. Petsch: Handeln oder nicht handeln - das ist hier die Frage. Neurobiologische und moralphilosophische Aspekte zum Handlungsverständnis – G. Bittner: „… so handle ich eben.“ Handlungserklärung zwischen „Scheingesims“ (Wittgenstein) und „innerer Rechenmaschine“ (Ferenczi) – R. Göppel: „Das Handwerk der Freiheit“ und die „Zwangsläufigkeit des Schicksals“ - Peter Bieri vs. Pascal Mercier. Implizite Handlungs- und Bildungstheorie in zwei literarisch-philosophischen Bestsellern – G. Bittner: Tat, Tatschuld und die Psychoanalyse: ist „reale Schuld“ psychoanalytisch relevant? Markus Marbaise Biographisches Scheitern – II. Handeln in pädagogischen und therapeutischen Situationen – V. Fröhlich: Pädagogisches Handeln als Wagnis. Zur Kritik pädagogischer und psychoanalytisch-pädagogischer Handlungskonzeptionen – R. Bittner: Mit Gründen, ohne Absicht. Handlungstheoretische Überlegungen zum Erziehen – A. Nießeler: Mäeutik als Grundform pädagogischen Handelns? B. Boothe: Die Psychoanalyse braucht Praxismodelle. Ein Beispiel: Die ödipale Situation Die Herausgeber Günther Bittner ist Prof. für Pädagogik an der Universität Würzburg. Volker Fröhlich lehrt an der Universität Würzburg Pädagogik.
ISBN: 9783826033438 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 164 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Wurzeln der ars rhetorica reichen zurück in altägyptische Zeiten. Griechen und Römer, die mittelalterlichen Schulen und Universitäten pflegen ihre Theorie und Praxis, mit der Moderne wird sie von den neuen Wissenschaften verdrängt. In der Spätmoderne gewinnt insbesondere die Argumentationstheorie in rhetorischer Tradition neues Interesse. Die Beiträge dieses Bandes stellen in einem historischen Teil ägyptische und griechische Traditionen vor und beleuchten die Verteidigung Vicos gegen die Ansprüche Descartes'. In systematischer Orientierung geht es unter anderem um Aspekte der Konjekturalphilosophie und um ordnende Topiken und Argumentationsformen. Zudem wird der Versuch vorgestellt, mit Hilfe einer theoretischen Rhetorik ein Muster einer wissenschaftlichen Pädagogik zu gewinnen, die den Mangel an dezidiert wahren Aussagen durch rhetorische Artifizialität auszugleichen sucht. Beiträge u. a.: Rhetorik im Alten Ägypten; Die Wahrheiten der Götter und die Polis von Athen. Zur Orientierung der griechischen Rhetorik; De coniecturis. Über Mutmaßungen; Rhetorische Argumentation in der theoretischen Rhetorik; Vorbild und Beispiel; Systematische Pädagogik und theoretische Rhetorik; Topik und Kritik. Über den philosophischen Unterricht nach Giambattista Vico; Säkulare Religion und sakrale Ästhetik. Zur Bedeutung der Religion in Herbarts Denkgefüge. Der Autor Karl Helmer, Dr. phil. Professor für Allgemeine Pädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Duisburg-Essen, Standort Duisburg. Forschungsschwerpunkte: Bildungsgeschichte von der Antike bis zur Moderne, Bildungs- und Erziehungsphilosophie, Argumentationsformen in der theoretischen Pädagogik, Rhetorik und pädagogische Theorie, Kulturgeschichte und -theorie.
ISBN: 978-3-8260-4224-9 Reihen Nr: BTAP Band Nr: 5 Erscheinungsahr: 2009 Seitenanzahl: 236 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vorwort – Vorträge – G. Herchert: Von Weltbildern und Weltkarten – A. Hügli: Bilder oder Argumente – Bilder statt Argumente? – G. van Gemert: Der Narr als Leitfigur rhetorischer Daseinsbewältigung. Bild und Weltordnung in der Frühen Neuzeit am Beispiel der deutschen Narrentradition – A. Schirlbauer: Höhlen, Kräfte, Maulwurfsbauten und die Windungen einer Schlange – ein Plädoyer für die Metapher – E. Witte: Selbstbild und Bildung. Ein Versuch – Beiträge – A. Böck: Wie „ein gluender backofen voller liebe“. Zum Menschenund Gottesbild Martin Luthers – A. Hellinger: Fremdheitsbilder in Berichten mittelalterlicher Palästinapilger – K. Helmer: Reliquiengärten – M. Kemper: „Ante oculos ponere“ – Zur ikonischen und symbolischen Präsenz zeigender Rede – L. Koch: Argumentation und Evidenz in der Rhetorik – S. Löwenstein: Menschen-Bilder – Bildgebende Verfahren in der Hirnforschung und ihre Bedeutung für die Erziehungswissenschaften – H. Paschen: Comenius’ und Rembrandts Argumentationsformen zur Integration heterogener Wissensbestände – J.-E. Pleines: Zur Rolle von sinnlicher Vorstellung, mythischer Darstellung und religiösem Glauben im philosophischen Diskurs – P. Reinhartz: Bilder-Räume in ihrer Bedeutung für Bildungsprozesse Die Herausgeber Karl Helmer, Prof. i.R. Dr. phil. habil., Professor für Allgemeine Pädagogik am Institut für Berufs- und Weiterbildung der Universität Duisburg-Essen. Gaby Herchert, Prof. Dr. phil. habil., Mediävistin an der Universität Duisburg-Essen. Sascha Löwenstein, Dr. phil., Pädagogischer Leiter einer Gesundheitsfachschule in Wuppertal.
ISBN: 9783826027833 Erscheinungsahr: 2004 Seitenanzahl: 151 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Pädagogisches Denken und Handeln in der Gegenwart steht vor einem spezifischen Relativitätsproblem als eine der Folgen schwindender Möglichkeiten wahrer Erkenntnis, eindeutiger Begriffsbestimmung und zwingender Argumentation - spätestens seit der Moderne. Ein Anzeichen hierfür ist die Verabschiedung einer einheitlichen Weltvorstellung zugunsten von Entwürfen pluraler Weltversionen. Ein anderes Anzeichen ist die alternative Deutung gesellschaftlicher Einflussnahme (Sozialisation) als Prozeß der Vergesellschaftung im Sinne der Wechselwirkung zwischen Individuum und Gesellschaft. Ein weiteres Anzeichen ist der Nachweis der begrenzten Geltung des diskursiven Instrumentariums selbst, Argumentation und (immanente) Kritik. Bildung, die folgenreich überlieferte Chiffre für menschliche Welt-, Selbst- und Fremdverhältnisse, bekommt vor dem Hintergrund so aufgewiesener Relativität neue, spätmoderne Konturen. Der Autor Andreas Poenitsch, Dr. phil. habil., Hochschuldozent für Allgemeine Pädagogik im Fachbereich Bildungswissenschaften am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau.
ISBN: 9783826027987 Erscheinungsahr: 2004 Seitenanzahl: 188 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der Band arbeitet die "Vorgeschichte" der Bildungstheorie im 18. Jahrhundert auf. Die gängige pädagogische Historiographie stützt sich bei der Beantwortung dieser Frage in der Regel auf die Bedeutung von Anthony Ashley Cooper, third Earl of Shaftesbury, der als Begründer des Konzept der "inneren Bildung" gesehen wird, eine Begründung, die sich auf die Übersetzung von Shaftesburys Konzept der "inward form" mit Bildung zurückgeführt wird. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Rezeption der Schriften Shaftesburys im deutschschprachigen Raum im 18. Jahrhundert und fragt sich, in welchen Diskurskontexten sich diese Rezeption abgespielt hat und welche Bedeutungen die verschiedenen Diskurse für die Ausformulierung einer "deutschen Bildungstheorie" hatten. Dabei zeigen sich vielfältige Einflüsse religiöser, literaturtheoretischer und ästhetischer Art, die einen Hinweis darauf zu geben vermögen, weshalb "Bildung" als Konstrukt in der deutschen Tradition bis heute diffus und überhöht geblieben ist. Dabei zeigt sich auch, dass der Begriff im Vergleich zu anderen Diskursen erst relativ spät Eingang in einen pädagogischen Diskurs gefunden hat; wohl auch ein Grund für die Schwierigkeiten, die die deutsche Bildungstheorie für die Pädagogik immer wieder darstellt. Die Autorin Studium der Pädagogik, Philosophie und Sonderpädagogik an der Universität Zürich. Oberassistentin am Pädagogischen Institut der Universität Zürich und Dozentin am Institut für Historische Bildungsforschung an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Mitarbeiterin an der Edition der 'Sämtlichen Briefe an Pestalozzi', Redaktionsmitglied der 'Zeitschrift für pädagogische Historiographie'.