ISBN: 9783826012709 Autor: Durner Wolfgang Erscheinungsjahr: 1997 Seitenanzahl: 186 Kurzinhalt: Seit nahezu zweihundert Jahren bilden Angriffe auf den Parlamentarismus einen festen Bestandteil des politischen Denkens in Deutschland. Diese Tradition wird in der politikwissenschaftlichen Literatur vor allem wegen des offensichtlichen Scheiterns des Parlamentarismus in Weimar zu Recht hervorgehoben, jedoch bleibt ihr Gesamtbild meist fragmentarisch und die Ursprünge im Dunkeln. Die ideengeschichtliche Studie von Wolfgang Durner schließt diese Lücke im Schrifttum. Sie verfolgt die entsprechenden Argumente erstmals zurück in die Zeit ihrer Entstehung und dokumentiert die verschiedenen Stationen antiparlamentarischen Denkens in ihren historischen Zusammenhängen, ausgehend von der Verfassungsdebatte im Vormärz bis hin zu der aktuellen Infragestellung des Parlamentarismus im Zeichen ökologischer Protest- und Bürgerbewegungen. Der Autor Wolfgang Durner studierte Rechts- und Politikwissenschaften an den Universitäten Würzburg, Berlin und München sowie an der London School of Economics. Dr. phil, 1995, Zweites juristisches Staatsexamen 1992, derzeit Wissenschaftlicher Assistent bei der Unabhängigen Sachverständigenkommission zum Umweltgesetzbuch in Berlin.
ISBN: 978-3-8260-1417-8 Autor: Wildmann Daniel Erscheinungsjahr: 1998 Seitenanzahl: 160 Kurzinhalt: Welcher Körper ist im "Dritten Reich" begehrt und welcher nicht? Wie wird der begehrte Körper konstruiert und inszeniert? Antworten auf diese Fragen sucht die Studie in visuellen und schriftlichen Quellen, die in dieser Zeit entstehen. Im Zentrum stehen der Olympia-Film von Leni Riefenstahl und die Olympischen Spiele in Berlin im Jahre 1936. Das Buch bietet eine historisch kontextualisierte Darstellung der Art und Weise, wie der männliche "arische" Körper als begehrter präsentiert wird - und wie diese Präsentation um ein Bild zirkuliert, das im Olympia-Film nicht sichtbar, aber als abwesendes präsent ist: nämlich um das Bild des "jüdischen" Körpers. Die Studie ist im Schnittpunkt von NS-Geschichte, Antisemitismusforschung, Gedächtnis-Theorie und Körpergeschichte situiert. Der Autor Daniel Wildmann, Historiker, wiss. Mitarbeiter der Unabhängigen Expertenkommission: Schweiz-Zweiter Weltkrieg. Forschungsschwerpunkte deutsch-jüdische Geschichte des 19./20. Jahrhunderts, NS-Geschichte, Körpergeschichte. Mitarbeit an Dokumentarfilmen, u.a. Surava oder Grüningers Fall.
ISBN: 9783826030086 Autor: Pilz Elke (Hrsg.) Erscheinungsjahr: 2005 Seitenanzahl: 308 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Das vorliegende Buch versammelt 15 Essays über Sozialistinnen aus Europa und den Vereinigten Staaten. An ihnen läßt sich zeigen, wie Sozialismus und weibliche Emanzipation aufeinander bezogen sind und sich aufs Schönste ergänzen. Anhand der Biographien und Werke von Clara Zetkin, Rosa Luxemburg, Emma Goldman und anderen wird deutlich, daß die Ideen des Sozialismus und der Frauenemanzipation in den Bereichen Politik, Psychologie, Literatur, Kunst und Philosophie des 20. Jahrhunderts eine gewichtige Rolle gespielt haben. Die AutorInnen dieses Sammelbandes bekennen sich ebenso wie die dargestellten Frauen zum Ideal der Mitmenschlichkeit, welches Kern wie auch Ziel einer freiheitlichen, humanistischen und sozialistischen Weltanschauung ist. Sich diesem Ideal anzunähern gehörte zum Lebensprogramm der hier vorgestellten Frauen; gleichzeitig bedeutet es für uns Heutige ein Ziel der individuellen und kulturellen Entwicklung, welches aufs Innigste zu wünschen ist. Vorwort - G. Greulich-Janssen: Clara Zetkin - Kämpferin für die Rechte der Frauen - G. Danzer: Die sozialistischen Lehr- und Wanderjahre der Beatrice Webb - B. Kozlik-Voigt: Lily Braun - eine Sozialistin zwischen allen Stühlen - Elke Pilz: Emma Goldman - ein Leben für Freiheit und Gerechtigkeit - G. Danzer: Rosa Luxemburg - gut zu sein ist die Hauptsache - E. Pilz: Raissa Adler - Trotzkistin im Roten Wien - G. Janssen: Alexandra Kollontai - Revolutionärin und Diplomatin - R. Köpke: Anna Siemsen - Pädagogin, Individualistin, Pazifistin - G. Mackenthun: Anna Seghers' Kampf um Gerechtigkeit - E. Ellrodt: Frida Kahlo - malen gegen das Leid - C. Schroth: Lillian Hellman - Politik mit dem Herzen - J. Rattner: Simone de Beauvoir - Sozialistin aus gutem Hause - M. Eisner: Natalia Ginzburg - für andere Menschen nützlich sein - D. Friebus-Gergely: Ágnes Heller - Sozialistin, Philosophin und Humanistin - E. Struck: Brigitte Reimann - über Literatur den Menschen helfen - Die AutorInnen Die Herausgeberin Pilz, Elke, Dr. phil., Dipl. Soz., Dipl. Psych., geb. 1943 in Neukirch/Lausitz, Studium der Soziologie und Psychologie an der Freien Universität Berlin; seit 1980 als Psychologische Psychotherapeutin niedergelassen. 2001 Promotion im Fach Psychologie.