ISBN: 978-3-8260-4446-5 Autor: Brandstädter, Mathias Band Nr: 716 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Kaum ein Thema hat die deutsche Nachkriegsgeschichte und -literatur nachhaltiger geprägt als der Generationenkonfl ikt, der sich am latenten und manifesten Faschismus im Familiengedächtnis entzündet. Zu den Leitmotiven der Auseinandersetzung zählen der Konfl ikt mit einer totalitär vergifteten Herkunft und in diesem Zusammenhang vor allem die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit eines eigenen, unbelasteten Identitätsentwurfs. Um diese essentielle Problematik herum hat sich mit der so genannten Väterliteratur im Laufe der letzten 60 Jahre eine Reihe von Romanen und Erzählungen versammelt. Diese Textgruppe hat sich – obwohl von der Literaturkritik und Forschung bislang vollständig marginalisiert – kontinuierlich entwickelt und wurde bis zum heutigen Tag variantenreich fortgeschrieben. Diese Väterliteratur erstmalig in ihrem Bestand zu bilanzieren, als eigenständiges Genre zu explizieren, hinreichend zu kontextualisieren, im Blick auf die jeweilig verwandten narrativen Strukturen hin zu analysieren und somit in ihren Verlaufsformen und Ausgestaltungen philologisch zu erfassen, ist das Motiv dieser Untersuchung. Dabei bietet sie erstmalig eine Gesamtbilanzierung und Analyse des gesamten Korpus der Väterliteratur. Der Autor Mathias Brandstädter, Studium der Philosophie, Neueren Dt. Philologie und Politikwissenschaft in Düsseldorf und Hamburg. Forschungsgebiete: Autofi ktions-Diskurse, Gegenwartsliteratur, Korrespondenzen zwischen Literatur und Extremismus.
ISBN: 978-3-8260-4342-0 Autor: Guzy Lidia, Hatoum Rainer, Kamel Susan (Hrsg.) Sprache: deutsch Kurzinhalt: U. Lehmkuhl: Welcoming Address – Introduction by the editors – In Dialogue: Egypt - Berlin – I. Abdulfattah: Title: Antiquities Museums and the Shaping of Egyptian Cultural Identity – O. Abdel Meguid: Museums, Culture and Sustainable Development – N. Tomoum: The Coptic Museum in Old Cairo - Egypt’s Christian Heritage – A New Policy for Egypt’s Museums – S. Kamel: Coming back from Egypt. Working on Exhibitions and Audience Development in Museums Today – C. Gerbich: Whom are they Talking to? Egyptian Museums and their Visitors – S. Weber: Collective Memory and Cultural Storage. Tasks and Opportunities for the Museum of Islamic Art in the Pergamon Museum – In Dialogue: North America - Berlin – S. Inglis: The „Other” and Ourselves: the Deconstruction of Distance – M. Wheeler: The Navajo Nation Museum. A Navajo Way of Researching and Presenting Culture – P. Bolz: Ethnic Art or Fine Art? Twenty Years of Collecting Native American Art for the Ethnological Museum Berlin – R. Hatoum: Musealizing Dialogue – In Dialogue: India - Berlin – K. Kumar Chakravarty: The Living Museum Movement in India - From Heritage Interpretation to Heritage Action – G. Devy: The Song of Orpheus. Refl ections on the Museum of Voice – V. Bhatt: Some Biographical Memories on the Museum of Mankind – K. Kumar Chakravarty: Collecting –Documenting - Mediating and Reinventing Cognitive Categories of Indigenous Cultures in India – L.-C. Koch: New Forms of Representation and Documentation of Asian Cultures with Special Reference to Music – L. Guzy: After Museum - On Museums and De-Musealisation in India Die Herausgeber Dr. Lidia Guzy is a social anthropologist and scientist of religions conducting research in the areas of anthropology of globalisation and museums, anthropology of religions and ethno-musicology at the Freie Universität Berlin. Dr. Rainer Hatoum is an anthropologist at the Ethnological Museum and the Free University in Berlin. His current research project focuses on the question of the future dealing with the concept of the “cultural Other” in educational institutions – particularly museums. Dr. Susan Kamel is a museologist and scholar of Arabic studies. She is currently project director of the project “The Museological Laboratory. On Curating Islamic Art and Cultural Histories” at the Technische Universität Berlin.
ISBN: 978-3-8260-4414-4 Autor: Ladenthin Volker Sprache: deutsch Kurzinhalt: Gerechtes Erzählen – eine ambiguine Kontamination? Wird vom Gerechten erzählt? (Aber was oder wer ist gerecht?) Soll das Erzählen der Sache gerecht werden? (Aber woher weiß das Erzählen etwas von der Sache?) Zudem: Kann sich die Gerechtigkeit auf eine so unsichere Diskursform verlassen wie das Erzählen? Kann sich überhaupt das Erzählen in den Dienst einer - wenn auch guten - Sache stellen? Kontaminieren? Nimmt beides nicht Schaden, wenn das eine dem anderen dient: Das Erzählen der Gerechtigkeit, die Gerechtigkeit dem Erzählen? Wenn die Ästhetik der Ethik, die Ethik der Ästhetik sich unterordnet? Oder gibt es einen Patt im „Besonderen“? Könnte es sein, dass das Erzählen immer schon gerecht ist – dass es sich beim „Gerechten Erzählen“ um eine unbemerkte Tautologie handelt? In vier Studien untersucht Volker Ladenthin das Beziehungsgefüge zwischen Gerechtigkeit und Erzählung. An Texten von Theodor Storm, Thomas Mann, Ernst Toller und von Autoren aus dem Genre der Kriminalliteratur wird untersucht, wie die Autoren verfahren und was sie fordern, wenn sie von der Gerechtigkeit erzählen – oder dem zu Erzählenden gerecht werden wollen. Entwickelt wird eine Theorie des Erzählens, die des ethischen Diskurses bedarf, um ihn besser verlassen und nun von außen kontrollieren zu können. Nur: Von welchem „Außen“ hier ist die Rede? Der Autor Volker Ladenthin ist Professor an der Universität Bonn. Zu seinen Forschungsgebieten gehören die Literaturgeschichte und Ästhetik, sowie Wissenschafts- und Bildungstheorie.
ISBN: 978-3-8260-4370-3 Autor: Stolz Violetta Band Nr: 488 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die lange unbeachtet gebliebene geschichtsphilosophische Dimension in Reinholds Systemdenken steht im Zentrum der vorliegenden Arbeit. Unter der bewegten Oberfläche des Reinholdschen Denkens das spätestens 1786 einsetzende konstante Bemühen um die Realisierung eines integrativen, sich zwischen den Polen Grundsatzphilosophie und Aufklärung aufspannenden, systemphilosophischen Großprojekts erkennbar werden zu lassen, ist das Anliegen der Arbeit. Die Briefe über die Kantische Philosophie von 1790 sind ein Schlüsseltext, der erstmals eine philosophische Konzeption der Einheit von Philosophie und Praxis vorlegt. In dem Prinzip der Einheit von System und Geschichte werden die zunächst isoliert verfolgten Ziele der Popularisierung – in den 1786 im Teutschen Merkur erschienenen acht Briefen – und Systematisierung – im Versuch einer neuen Theorie des menschlichen Vorstellungsvermögens von 1789 – des kritischen Denkens zusammengefügt und auf einen anthropologisierten und historisierten Begriff des höchsten Gutes bezogen. Reinhold entwirft hier eine Theorie der Aufklärung, die zugleich eine Metatheorie der ursprünglichen Merkur-Briefe ist. Die Rekonstruktion des kantischen Ansatzes zu einer Geschichtsphilosophie, insbesondere in der Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht von 1784 zeigt, daß Reinhold keinesfalls ein bloßer Popularisator kritischen Gedankenguts ist, streng genommen zu keinem Zeitpunkt als Kantianer bezeichnet werden kann. Die Autorin Violetta Stolz studierte Philosophie und Germanistik an der Universität Siegen und schloß mit einer Arbeit über Reinholds Spätphilosophie ab.
ISBN: 978-3-8260-4378-9 Autor: Hettche Walter / Selbmann Rolf (Hrsg.) Sprache: deutsch Kurzinhalt: O. Huck: Goethes Faust als Tonbild – G. Neumann: Fernrohr und Flöte. Erzählte Räume in Goethes Novelle – H. Lühning: „... an diesem geht die ganze Welt auf und nieder.“ Bettina Bretano zwischen Beethoven und Goethe – R. Selbmann: Noch einmal und immer wieder. Ein erneuter Versuch zu den Liedern in Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre – G. Brandstetter: Mignons Eiertanz. Goethes Auftrittsszene im theater- und literaturgeschichtlichen Kontext – E. Voss: „Mich dünkt, sollt‘ passen Ton und Wort.“ Goethe-Lieder im Vergleich – H. Koopmann: Teufelspakt und Höllenfahrt. Thomas Manns Doktor Faustus und das dämonische Gebiet der Musik im Gegenlicht der Deutschen Klassik – E. Zehm: Goethe und Carl Friedrich Zelter Die Herausgeber: Rolf Selbmann, Dr. phil. habil. Apl. Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Walter Hettche ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
ISBN: 978-3-8260-4374-1 Autor: Han Jung-Sun Band Nr: 25 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der erste Teil des Bandes eröffnet neue Perspektiven für die interdisziplinär orientierte phänomenologische Arbeit. Der Begriff der interdisziplinären Phänomenologie bezieht sich dabei auf phänomenologisch Forschende, die, entweder ausgehend von der Phänomenologe oder von anderen Fachgebieten, über die eigene Disziplin hinaus Ansätze und Methoden anderer Disziplinen erproben. Die Texte beziehen sich auf Fach- und Forschungsrichtungen wie Psychopathologie, Psychoanalyse, Neurowissenschaft, Philosophie des Geistes, Rechtstheorie, Soziologie, Kunsttheorie und die generelle Möglichkeit einer qualitativen Forschungsmethode. Der zweite Teil dieses Bandes reflektiert den Begriff der Kultur und des Interkulturellen und analysiert – vor allem aus fernöstlicher Perspektive – Grundthemen der (Inter-)Kulturalität. Die Beiträge sind ein Zeugnis dafür, wie sich an der gegenwärtigen phänomenologischen Erforschung der Kulturalität immer mehr nicht-europäische Wissenschaftler beteiligen, die dabei nicht nur neue Themenbereiche erschließen, sondern neue Sehweisen bereithalten. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes unternehmen somit auch auf dem Gebiet der interkulturellen Forschung Grenzgänge – mit Blick auf das Ziel einer noch zu entfaltenden, in den Weltkulturen verankerten phänomenologischen Theorie der Kultur. Die Herausgeber Jung-Sun Han Heuer ist Professorin an der Methodistisch-Theologischen Universität in Seoul. Seongha Hong ist Professor an der Woosuk Universität in Wanju.
ISBN: 978-3-8260-4430-4 Autor: Gerten Michael (Hrsg.) Sprache: deutsch Kurzinhalt: M. Gerten: Vorwort – R. Aschenberg: Das Recht des Bewusstseins. Eine These der Phänomenologie des Geistes und ihre System- und Kritik-Funktion – W. Flach: Begreifen und Begründen. Zur Einschätzung der Phänomenologie des Geistes – H. F. Fulda: Hegels „Wissenschaft der Phänomenologie des Geistes“. Ein Fragment zu ihrem Programm und seiner Ausführung – M. Gerten: Natürlicher und philosophischer Standpunkt des Bewusstseins in Hegels Phänomenologie des Geistes – C. Glimpel: Religionsphilosophische Begründung des Dialogs zwischen Christentum und Vernunft unter Aufnahme einiger Überlegungen aus Hegels Phänomenologie des Geistes – R. Hiltscher: Geltung und Bestimmtheit. Hegels implizite Kantkritik in der Einleitung zur Phänomenologie des Geistes – C. Iber: Der Paradigmenwechsel vom Bewusstsein zum Geist in Hegels Einleitung zur Phänomenologie des Geistes – G. Prauss: Hegels Aufnahme von Kants Moralphilosophie – F. Schick: Der Mythos des Gegebenen und das Meinen sinnlicher Gewissheit: Sellars’ und Hegels Kritik des empiristischen Fundamentalismus – R. Wiehl: Hegels Phänomenologie des Geistes und die Geisteswissenschaften heute – K. W. Zeidler: Zur Logik des spekulativen Satzes Der Herausgeber Michael Gerten, lehrt Philosophie in Bamberg und Heidenheim, forscht und publiziert zu Problemen der Philosophia prima, v.a. bei Descartes und im Deutschen Idealismus, und zur Politischen Philosophie. Mitglied des Forschungsnetzwerkes Transzendentalphilosophie/Deutscher Idealismus (apriori.eu)
ISBN: 978-3-8260-4443-4 Autor: Hempel Hans-Peter Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der Autor unternimmt in dem hier vorliegenden Buch den Versuch, Heideggers vielfältige Suche („Wege – nicht Werke“) nach einer möglicherweise heute noch verborgenen „Lichtung des Seins“ gedanklich nachzugehen. Sein Versuch gipfelt in der Einsicht, dass erst eine grundlegende Veränderung unserer bisherigen Seh- und Denkweise, die auch vor dem vorherrschenden Paradigma der Industriegesellschaft nicht Halt macht, den bislang vergessenen Weg zeigen wird, – und mitnichten irgendein „Wunder“ (Arendt) oder „Gott“ (Heidegger). Die Gefahr, in der sich die Heidegger-Rezeption gegenwärtig befindet, liegt nach Ansicht des Autors einmal in der überdimensional angewachsenen Gesamtausgabe Heideggers, die es namentlich jüngeren Lesern geradezu verunmöglicht, einen Einblick in dieses Werk zu gewinnen (hier hat dankenswerter Weise der Verlag inzwischen eine gewisse Abhilfe dadurch geschaffen, dass er Studienausgaben herausgibt) – und eine inzwischen extrem angewachsene Heidegger-Philologie – um nicht zu sagen: Industrie, die Heideggers „Wege“zu ersticken droht. Dem widersetzt sich der Autor nachdrücklich, indem er den von Heidegger so bezeichneten „Holzwegen“ seine besondere Aufmerksamkeit schenkt. Der Autor des Bandes will, in bewusster Abkehr von der die gegenwärtige Philosophie erstickenden Philologie, dem Leser diese „Holzwege“ einmal zu gehen, nachdrücklich anempfehlen, d.d. zu „Holzwegen“ verführen, die, wie jeder weiß durchaus plötzlich enden können. Viele gehen ihn dann aus Angst nicht mehr weiter. Hier möchte er bewusst Mut in dem Sinne machen: dass man nicht studiert haben muss, um die hier aufgezeigten „Holzwege“auch einmal wenigstens versuchsweise gehen zu können. Der Autor Hans-Peter Hempel lehrt Yoga, Politikwissenschaft (insbes. internationale Politik) und Philosophie an der Technischen Universität Berlin.
ISBN: 978-3-8260-4425-0 Autor: Krieger Gerhard (Hrsg.) Band Nr: 11 Sprache: deutsch Kurzinhalt: F. Bertelloni: Die Philosophie legt Rechenschaft ab über die Offenbarung. Zum politischen Averroismus im Defensor Pacis des Marsilius von Padua – R. Darge: Die religiöse Wurzel der mittelalterlichen Transzendentalienlehre – O. E. Dushin: Aristotelianism and Platonism: the Differentiation of Religious Traditions – D. Fonfara: Das Ringen zwischen Theologie und Metaphysik um die erste Wissenschaft im 13. Jahrhundert: Albertus Magnus und Thomas von Aquin vor dem Hintergund der Aristotelischen ‚Ersten‘ Philosophie – M. D. Grigore: Das Unbehagen des Politischen zwischen Sündhaftigkeit und Natürlichkeit. Eine Anmerkung anhand des byzantinischen Kaiserbildes – J. Hackett: Roger Bacon and the Possibilities of Dialogue between World-Religions and Philosophy – D. Heider: The Role of Trinitarian Theology in Universals. Bartolomeo Mastri de Meldola (1602-1673) and Bonaventura Belluto (1600-1676) – W. J. Hoye: Die Übereinstimmung zwischen der christlichen und der aristotelischen Auffassung von Glückseligkeit nach Thomas von Aquin – U. R. Jeck: Heidnische Götter in der mittelalterlichen Philosophie. Ausgewählte Beispiele und Skizze einer Entwicklungslinie – C. Kann: Wunderbericht oder Naturwissenschaft? Aspekte eines Antagonismus im 13. Jahrhundert – T. Koutzarova: Al-Farabi über die Möglichkeit von Metaphysik und islamischer Theologie – E. A. Lukács: Die Anwendung der Logik in der Theologie des De causa Dei von Thomas Bradwardine – T. Marschler: Numerus in divinis. Die Bedeutung von Zahlbestimmungen in der trinitarischen Gottesrede nach Albertus Magnus – G. Mensching: Vom Apostel Paulus zu Tertullian und Augustinus. Zum Gegensatz von Philosophie und Glauben im römischen Reich – H. Möhle: Zum Verhältnis von Theologie und Philosophie bei Johannes Duns Scotus – E. Morlok: Kabbala als Alternative? Die Herausforderung der jüdischen Philosophie anhand der mittelalterlichen Mystik am Beispiel Abraham Abulafi as – J. Müller: Streitkultur im Mittelalter: Eine metakommunikative Lesart der Collationes von Peter Abaelard – F. Musall: (Aus-)Wege aus der Wüste – Moses Maimonides zwischen Philosophie und (Religions-) Gesetz – C. Rode: Philosophie und Religion bei Petrus Johannis Olivi – W. Schmidt-Biggemann: Christliche Kabbala als Zumutung für Theologie und Philosophie in der Frühen Neuzeit – J. H. J. Schneider: Glaube und Vernunft im 12. Jahrhundert – M. Städtler: Widerstand, Souveränität und Säkularisierung bei Bodin – K. M. Stünkel: Provozierte ‚Religion‘ – Der einheitliche Religionsbegriff als philosophische Antwort auf die Herausforderung durch Religionen bei Nikolaus von Kues – M. Walther: Die Haltung al-Gazalis zur „Wissenschaft“. Eine Untersuchung zum Verhältnis von Philosophie und Religion im mittelalterlichen Islam – H. Wels: Die Geburt der Gleichheit aus dem Geist der Erbsünde. Zum Einfl uss des Erbsünderdogmas auf die philosophische Entwicklung vom 14.-16. Jahrhundert – P. Widmer: Die aristotelischen Ausführungen zum Willen in der Deutung reformatorischer Theologen des 16. Jahrhunderts Der Herausgeber Gerhard Krieger ist Lehrstuhlinhaber am Institut für Philosophie I der Universität Trier.
ISBN: 978-3-8260-4340-6 Autor: Kaputanoglu Anil Band Nr: 4 Erscheinungsjahr: 2010 Seitenanzahl: 348 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die vorliegende Studie untersucht anhand von vier Romanen der sog. Migrationsliteratur exemplarisch die gesellschaftlichen und kulturellen Folgen der Migrationsbewegung in die Bundesrepublik Deutschland. Am Beispiel der türkisch-deutschen Gegenwartsliteratur erkundet sie Migration als Ausgangspunkt für eine Vervielfältigung von sozialen und kulturellen Identitäten und Differenzen. Die Untersuchung folgt den fi ktiven Lebensläufen der Einwandererfi guren und ihrer Nachfahren zwischen Kulturen und Nationen. Es werden entgegen der Vorannahmen über die türkische Einwanderergemeinschaft sowie kulturelle Unterschiede zu Deutschen vielfältige Rückbezüge zwischen Herkunfts- und Zielland der Migration erschlossen. Denn in den Texten sind Hybridisierungen der Kulturen lesbar. Dieser Dritte Raum der Grenzüberschreitung geht somit über eine einfache Dichotomie von eigener und fremder Kultur hinaus. Die literarischen Repräsentationen refl ektieren dadurch je unterschiedliche neue kulturelle Identitäten und Erfahrungen in einem transnationalen Raum. Der Autor Anil Kaputanoglu studierte Literaturwisschenschaft an der Universität Hamburg.