ISBN: 978-3-8260-4220-1 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der Band versammelt Beiträge, die Textprozesse im Werk Paul Celans untersuchen. Das gemeinsame Erkenntnisinteresse gilt der Frage, wie sich mit der Einsicht in die textgenetischen Prozesse und damit in die dichterische Verfahrensweise Celans das Verständnis der Gedichte selbst verändert. Textgenese wird dabei verstanden als Prozeß der sprachlichen Transformation und Verdichtung im Sinne jenes „qualitativen Wechsels, den das Wort erfährt, um zum Wort im Gedicht zu werden“ (Celan im Brief an Hans Bender, 18. November 1954). R. Bücher: Historisch-kritische Celan-Ausgabe. Zur Konstitution des Gedichtnachlasses – H. Gehle: „Komm auf den Händen zu uns.“ Textgenese und Textverstehen. Didaktische Bemerkungen, ausgehend von Celans Gedicht Unten – A. Gellhaus: Wortlandschaften. Konzeption und Textprozesse bei Celan – K. Herrmann: Die Heraufkunft des poetischen Wortes. Paul Celans Gedicht Blume im Spiegel der Textgenese – T. Kaiser: Stopping by Woods. Übersetzen als Dichten bei Paul Celan – N. Lapchine: Textgenese und Gedichtgenese im Gedicht Hinausgekrönt: Eine Ethik des Schreibens – G. Martens: Einblicke in die gar nicht so hermetische Poetik moderner Lyrik: Die Textgenese des Gedichtes Hafen von Paul Celan – T. Naaijkens: Reite für die Treue. Celans errance-Gedichte im ersten Zyklus von Fadensonnen – J. Perez: Hommage auf das Menschliche. Eine textgenetische Interpretation von Paul Celans Mandorla und Einem, der vor der Tür stand Die Herausgeber Axel Gellhaus, seit 1996 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Literaturwissenschaft und Neuere deutsche Literaturgeschichte an der RWTH Aachen. Karin Herrmann, seit 2009 Juniorprofessorin an der RWTH Aachen.
ISBN: 978-3-8260-4301-7 Sprache: deutsch Kurzinhalt: In dem vorliegenden Band geht es – gegen eine von Franz Rosenzweig vorgebrachte These – um den Nachweis, dass bereits vor den Kantschriften Hermann Cohens Aspekte der Religionsphilosophie standen, die aus der Ausbildung am Jüdisch-Theologischen Seminar in Breslau und dem anschließenden Studium bei H. Steinthal herrührten. Diese blieben eine Konstante in Cohens Philosophie, die sowohl im Antisemitismusstreit von 1879/80 als auch in den religionsphilosophischen und religiösen Vorträgen in jüdischen Vereinen, die ab 1898 belegt sind, als auch im Engagement in der verfassten „Wissenschaft des Judentums“ ab 1902 nachweisbar sind. Eine zweite Konstante waren die synagogalen Musiktraditionen für die Ausformung der Philosophie. Der Autor Dieter Adelmann (1936-2008) hat als Mitarbeiter an der Werkausgabe einen Großteil seines Lebens der Erforschung des Werks von Hermann Cohen gewidmet. Er war u.a. Landesgeschäftsführer der SPD in Baden-Württemberg, Redakteur beim „Vorwärts“ sowie freier Publizist. Der Herausgeber Görge K. Hasselhoff, z.Z. Research Fellow am IKGF „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“ (Ruhr-Universität Bochum). Bei K&N ist von ihm erschienen „Dicit Rabbi Moyses. Studien zum Bild von Moses Maimonides im lateinischen Westen vom 13. bis 15. Jahrhundert“ (2004; 2., erw. Aufl. 2005)
ISBN: 978-3-8260-4239-3 Reihen Nr: Film Band Nr: 29 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Faszination, die von Hitchcocks Filmen ausgeht, wurde bereits in seiner frühen Schaffensperiode mit „Suspense“ in Verbindung gebracht. Aber wie genau entsteht Suspense? In dem berühmten Gespräch mit Truffaut liefert Hitchcock ein Beispiel, das sich in der Forschungsliteratur ohne ausreichend kritische Hinterfragung als Definition etablierte: Suspense entstehe dann, wenn der Zuschauer gegenüber den Figuren über einen Wissensvorsprung verfügt. Doch wie kommt es dann, dass wir bis zu der berühmten Duschmordszene in Psycho nichts von der Tat wissen oder sie erst zusammen mit dem an den Rollstuhl gefesselten Jeffrey durch Das Fenster zum Hof entdecken, unsere Augen sich aber dennoch nicht mehr von der Leinwand abwenden können? Die Grundidee des Buches lautet: Suspense kann und darf zumal im filmischen Bereich nicht allein mit den Mitteln einer dramaturgischen Konstellation von Informationsvergabe erklärt werden. Vielmehr ist Suspense selbst nur über ein umfangreiches Instrumentarium filmischer Beschreibung zu ermitteln. So entwickelt die Autorin eine filmspezifische Konzeption von Suspense, die anhand der exemplarischen Analyse der Filme Notorious (1946) und Vertigo (1958) nachvollzogen wird. Die Autorin Friederike Klingholz studierte Neuere deutsche Literatur an der LMU München mit der Konzentration auf Medienwissenschaften.
ISBN: 978-3-8260-4260-7 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Das Leben ist eine umwegige Veranstaltung, die schließlich doch mit dem Tod endet. Schon die „erste Natur“, die biologische Seite des Menschen, ist demnach mit „Negativität“ behaftet. Die philosophische Überraschung liegt darin, daß auch seine „zweite Natur“, die zur Kompensation seiner natürlichen Ausstattungsmängel ausholt, von ihr durchsetzt ist. Die Sphäre der Kultur erweist sich als derart von den logischen Formen der Negation durchdrungen, daß der Mensch anthropologisch gesehen geradezu in der Negativität zentriert ist. Die Annäherung an das Wesen des Menschen erfolgt am Leitfaden der Frage, wie es ist, einer zu sein. Prominente Beispiele „gelebter Negativität“ sind Fremde, Krankheit, Schein und Schuld. Es handelt sich um privativ-negative Phänomene, denen auf die ein oder andere Weise zugleich das reflexive Bewegungsmuster zueigen ist, auf etwas zurückzukommen, das man nicht mehr so antrifft, wie man es verlassen hat: und sei es nur oder sogar sich selbst. Plessners anthropologische Figur der „exzentrischen Mitte“ kann jedoch nur zu deren Zentrierung in der Negativität verschärft werden, wenn ihre gelebten Formen nicht alles sind. Insbesondere die philosophiegeschichtlich belegbare Verwiesenheit der Metaphysik auf das Nichts, die Schwierigkeiten im Umgang mit dem Unendlichen und die Grenzen der Erkenntnis machen sichtbar, daß der Mensch nicht nur beiläufig, sondern wesentlich ex negativo bestimmt und durch die Reflexion gebrochen ist. Der Autor Studium der Medizin und Philosophie in Hannover und Münster 1977-1984, Promotion zum Dr. med. 1985, Promotion zum Dr. phil. 1992. Seit 1996 Geschäftsführer eines arbeitsmedizinischen Dienstes. Bei K & N bereits erschienen: Heideggers hermeneutischer Lebensbegriff (1994), Apologie ohne Sokrates (2004).
ISBN: 978-3-8260-4262-1 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Autoren des Bandes beleuchten aus verschiedenen Fachperspektiven (Politikwissenschaft, Philosophie, Erziehungswissenschaft, Kunsttheorie) zentrale Mythen einer Gesellschaft, die in einem Konfliktraum pathologischer Grenzüberschreitungen gefangen zu sein scheint. R. Sonnenschmidt: Der (ge)doppelte Mensch. Ein Beitrag zur philosophischen Anthropologie des Geschlechterdualismus – P. Krumpholz: Zum Verständnis von Kultur und Interkulturalität unter der Perspektive der Philosophie und Religionspolitologie – A. Dordel / A. Ulrich: Das identitäre Selbst. Die psycho-esoterischen Wurzeln der Selbst-Ökonomie in der Moderne – O. Jann: Die Arroganz der Ignoranz. Vom Elend real existierender Demokratie – A. Schmidt: Literarisches Propädeutikum. Über den gesellschaftspolitischen Wert publizistischer Essayistik im Hinblick auf die Ausbildung einer Philosophie der Freiheit – C. Hungeling: Über die Regression des Lesens. Zum Verhältnis von Buchmarkt, Lesekultur und Demokratie – A. Bernhard: Elemente eines kritischen Begriffs der Bildung – O. Jann: Bildungsrepublik. A fond perdu – B. Gräfrath: Der Mensch als Wissenschaftler, Künstler und Abenteurer: Divergierende Ideale beim frühen Nietzsche Der Herausgeber Christoph Hungeling ist Diplomand an der Universität Duisburg-Essen. Er studiert Politikwissenschaft im Hauptfach, mit den Nebenfächern Soziologie, Philosophie und Kunstwissenschaft.
ISBN: 978-3-8260-4240-9 Erscheinungsahr: 2009 Seitenanzahl: 208 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Eine ausführliche Einleitung gibt einen Abriss der Geschichte Athens im 5. Jahrhundert v. Chr., erläutert die Entstehung und das Wesen der griechischen Tragödie und umreißt ihre Bedeutung innerhalb der philosophischen Strömungen der Zeit. Es folgt – abschnittweise – die Übersetzung und die Interpretation der 442 v. Chr. aufgeführten Tragödie „Antigone“ des Sophokles. Im Anschluss daran bietet das Buch Beispiele aus der umfangreichen Geschichte der Rezeption, beginnend mit der Übersetzung Friedrich Hölderlins (1770 – 1843), die eher eine Bearbeitung ist. An Hand der „Phänomenologie des Geistes“ wird die Interpretation Friedrich Hegels (1770 – 1831) erarbeitet. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Sören Kierkegaards (1813 – 1851) „Moderner Antigone“ aus „Entweder – Oder“, Alfred Döblins (1878 – 1957) Roman „November 1918“ und Elisabeth Langgässers (1899 – 1950) Erzählung „Die getreue Antigone“. Die beiden letzten Kapitel sind Jean Anouilhs (1910 – 1987) Drama „Antigone“ und Rolf Hochhuths (geb. 1913) Novelle „Die Berliner Antigone“ gewidmet. Ein Register antiker Namen und ein Verzeichnis der benutzten Literatur schließen den Band ab. Der Autor Kurt Roeske studierte Klassische Philologie. Stationen seines Berufsweges waren die Leitung des Dilthey-Gymnasiums in Wiesbaden, der Deutschen Schule Athen und des Rabanus-Maurus-Gymnasiums in Mainz. Bei K&N sind von ihm bereits erschienen: „Nachgefragt bei Sokrates“, Texte und Interpretationen der Apologie Platons, 2004; „Die späte Heimkehr des Odysseus“, Szenen aus Homers Odyssee, Texte und Deutungen, 2005;„Die verratene Liebe der Medea“, Text, Deutung, Rezeption der ,Medea‘ des Euripides, 2007; „Venus und Aphrodite“, von Homers lockender Hera zu Petrons verführter Witwe. Texte, Erläuterungen, Illustrationen, 2008.
ISBN: 978-3-8260-4335-2 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vorwort – Einleitung R. Faber: Arcadia und Utopia. Über politischen Idyllismus – N. Wokart: Nemo in Arcadia. Eine Kritik – I. Alter Orient und Okzident – M. Leutzsch: Transformationen des Paradieses. Wandlungen eines biblischen Topos – H. Harich-Schwarzbauer / J. Hindermann: Garten und Gesellschaft in der römischen Literatur. Sozialer und ästhetischer Diskurs bei Vergil und Plinius dem Jüngeren – II. Europäische Neuzeit und Moderne – C. Holste: „Der Grotta Grundriß gar klärlich vor Augen gestellt“. Über manieristische Garten-Grotten – N. Schalz: Eine besondere Pastorale. Zum Eingangs-Chor aus Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion – C. Albert / A. Disselnkötter: Die falschen Versprechen der Gärten: Liebesutopien und -enttäuschungen in der französischen Literatur des 18. Jahrhunderts – M. Niedermeier: Freimaurer und Geheimbünde in den frühen Landschaftsgärten der Aufklärung – W. Reif: Die Alpen und die Schweiz in Literatur und Kunst von der Aufklärungszeit bis zur klassisch-romantischen Epoche – P. Rautmann: Ruinen-Landschaften von Caspar David Friedrich. Montage als Konstruktion von Erinnerung – M. Kreuzwieser: Robert Musil - Eine „letzte Liebesgeschichte“ im Garten – III. Deutsche Antimoderne – J. Zechner: Wald, Rasse und Religion. Zur Re-Konstruktion eines germanischen Wald- und Baumglaubens durch das SS-Ahnenerbe – E. Gajek: „Hast Du denn gar keine Lust, einmal in meine ... Zwergenwelt zu schauen?“ Eine kleine Einführung in die Nanologie – IV. Gegenwart und Zukunft – F. Kramer: Der Baumgarten als Schauplatz. Szenen des saisonalen Wandels in der Savanne – H. Inhetveen: Gärten der Landfrauen. Skizzen zu einer Soziologie der Hortikultur – U. Jacob: Zeichen der Dauer in Zeiten des Wandels. Andeutungen zur Motivgeschichte eines Lausitzer Fürst-Pückler-Landes Die Herausgeber Richard Faber ist Privatdozent für Soziologie (der Literatur) an der FU Berlin. Christine Holste ist Lehrbeauftragte für Kulturwissenschaft und Architektursoziologie in Berlin.
ISBN: 978-3-8260-4318-5 Sprache: deutsch Kurzinhalt: B. Lauterbach: Einleitung – H. Bausinger: Die Demokratisierung des Reisens – K. Wöhler: Temporäres Sein in alltagsabgewandten Räumen und die Wissensproduktion darüber – A. Pott: Geographien der Mobilität. Tourismus und Migration in (raum-) theoretischer Perspektive – B. Lauterbach: Anmerkungen zum kulturwissenschaftlichen Interesse an einer Erkundung der touristisch bereisten Einheimischen – D. Seidl: Mobile Culture Studies – T. Manning: “Erobert von den Barbaren...“ Der Italienurlaub als touristische Emanzipation der Nachkriegszeit – P. Rösch: Die Musealogisierung des Tourismus im Touriseum in Meran. Denkmal einer gesellschaftsprägenden Branche – A. Steinecke: Kulturtourismus. Marktstrukturen - Wettbewerbssituation – Erfolgsfaktoren – H.-G. Vester: Tourismus und Terrorismus im Zeichen der Postmoderne – U. Gyr: Reisekultur und Urlaubsanalyse. Standorte und Forschungstrends in neueren Untersuchungen Der Herausgeber Burkhart Lauterbach: Professor für Volkskunde/Europäische Ethnologie an der Universität München. Forschungsschwerpunkte: Kulturtransfer-, Tourismus-, Migrations-, Stadt- und Arbeitsforschung, Museologie.
ISBN: 978-3-8260-4298-0 Sprache: deutsch Kurzinhalt: M.-O. Schuster: Einleitung – M. Schmitz-Emans: „kein zauber ist mir fremd geblieben“: H. C. Artmanns Wortgeburten – P. Pabisch: Die vielfaltigen Sprachmasken und eigenwilligen Textsorten bei H. C. Artmann – M. Backes: H. C. Artmanns Darstellung der Dichterexistenz und die Wiener Gruppe – J. J. White: Hans Carl Artmann und die europäische Literatur des 17. Jahrhunderts – E. Parth: H. C. Artmann – Dichter und Übersetzer: Konig Ubu, die Wiener Fassung des Ubu Roi von Alfred Jarry – A. Millner: Kasperl als Dichter: Über die Lustige Figur in H. C. Artmanns Stucken – S. Kaar: H. C. Artmann, how lovecraft saved the world: Modell einer Analyse – J. Lajarrige: Hans Carl Artmann als Diarist: Das schwedische Tagebuch Das suchen nach dem gestrigen tag – M.-O. Schuster: „bei allem, was weis ist“: Intertextuelle Komplexität und implizite Ästhetik in H. C. Artmanns Frankenstein in Sussex – A. Brandstetter: Konkrete Bildlichkeit: Zu einem Gedicht H. C. Artmanns – H. Kunzelmann: Die „Bibliothek H. C. Artmann“ als posthumer Epitext – M. A. Hainz: H. C. Artmann: Werk – Nachlass – Wirkung…und Versäumnis Der Herausgeber Marc-Oliver Schuster; Studium der Germanistik und Philosophie in Salzburg und Toronto. Forschungsprojekte zu „Semiotik und Postmoderne“, „Der Wiener Biedermeier-Maler Eduard Ritter“ und „Jazz in deutschsprachiger Literatur“. Dissertation H. C. Artmann’s Structuralist Imagination: A Semiotic Study of His Aesthetic and Postmodernity (2004; im Erscheinen).