ISBN: 9783826031571 Autor: Keppler Stefan und Michael Will (Hrsg.) Band Nr: 14 Erscheinungsjahr: 2006 Seitenanzahl: 208 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der Vampir ist selten das, was er auf den ersten Blick zu sein scheint. Dasselbe gilt für den Vampirfilm, der sich in seinen klassischen Vertretern als eine tiefenscharfe Selbstreflexion jenes paradoxiefreudigen Mediums enthüllt, dessen bewegte Bilder zugleich lebendig und nicht lebendig sind. Daß sich das Kino als Vampir bespiegelt, gehört ebenso zu den roten Fäden dieses Bandes wie die Tatsache, daß der Vampir aufs engste mit dem deutschsprachigen Kulturraum verbunden ist. So besitzt der Vampirfilm nicht allein einen hohen Symptomwert für die »Einbildungskraft der Deutschen« (Siegfried Kracauer), sondern auch für die französischen, britischen und amerikanischen Phantasien über die Deutschen. Eine dritte Klammer zwischen den hier versammelten Beiträgen bilden schließlich jene Phänomene der Intertextualität und Intermedialität, zu deren einschlägiger Metapher sich die Inkorporationslust des Vampirs anbietet. Der klassische Vampirfilm eignet sich zum einzigartigen Exempel für die kinematographische Aneignung literarischer Energien sowie die problemgeschichtlichen Kontinuitäten, aber auch die Differenzen zwischen Literatur und Film. Die Herausgeber Stefan Keppler und Michael Will sind wiss. Mitarbeiter am Institut für Deutsche Philologie der Universität Würzburg
ISBN: 978-3-8260-3408-4 Autor: Sperl Stephan Erscheinungsjahr: 2006 Seitenanzahl: 382 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der 1999 verstorbene Autorenfilmer Stanley Kubrick zählt zu den bedeutendsten Vertretern des internationalen Nachkriegsfilms. Die vorliegende Arbeit widmet sich einem wichtigen Aspekt in Kubricks Schaffen, der in der Forschung zwar schon wiederholt, jedoch kaum mehr als in Ansätzen behandelt worden ist: die Musik und ihre Rolle bei der Konstituierung der ästhetischen Aussage. Stanley Kubrick verwendete Musik nicht als schmückendes Beiwerk, sondern nutzte ihr sinnkonstituierendes Potential, um gezielt Inhalte zu transportieren. Die Arbeit legt die semantischen Organisationsprinzipien offen, die diesen Musikeinsätzen zugrunde liegen. Am Schnittpunkt von Medienwissenschaft und Musikwissenschaft angesiedelt untersucht die Arbeit erstmals das Verhältnis von Bild und Musik in Kubricks Werk kleinteilig als auch großstrukturell. Auf diese Weise rekonstruiert sie den Werkzusammenhang aus der Perspektive der Filmmusik. Rund 380 Musikeinsätze werden im Rahmen von zwölf Filmanalysen beleuchtet. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen münden in ein werkdiachrones Modell. Dr. phil. Stephan Sperl, geb. 1976, studierte Neuere deutsche Literatur und Medien, Musikwissenschaft sowie Informatik in Darmstadt und Marburg. Die hier vorgelegte Arbeit wurde 2004 an der Philipps-Universität Marburg als Promotionsschrift angenommen. Dr. phil. Stephan Sperl, geb. 1976, studierte Neuere deutsche Literatur und Medien, Musikwissenschaft sowie Informatik in Darmstadt und Marburg. Die hier vorgelegte Arbeit wurde 2004 an der Philipps-Universität Marburg als Promotionsschrift angenommen.
ISBN: 978-3-8260-2878-6 Autor: Fuest Leonhard und Jörg Löffler (Hrsg.) Band Nr: 6 Erscheinungsjahr: 2005 Seitenanzahl: 211 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vorwort - L. Fuest / J. Löffler: Einleitung - Theorie: W. Kraushaar: Extremismus der Mitte. Zur Logik einer Paradoxie - A. Kallhoff: Liberal vs. Extrem. Zur Neutralitätsthese des politischen Liberalismus - C. Suhm: Extreme Philosophie. Einige kritische Bemerkungen zum philosophischen Naturalismus - F. A. Kurbacher: Radikalität als Denkfigur. Zur Philosophie extremer Überzeugungen - S. Willer: Radikalität als Sprachspiel - S. Brauer: ‚Let's get converted!' Entstehen Werte durch Konversion? - Literatur: J. P. Reemtsma: Extremismus exklusiver Zweierbeziehungen. Das Ehepaar Macbeth - W. Lange: Literatur im Extrem. Georg Büchners Woyzeck - L. Fuest: Extremismus des Nicht(s): Bartleby - J. Löffler: Auslöschungen. Randgänge des Schreibens bei Botho Strauß - Medien: D. Kremer: Extreme Bilder. Walter Benjamins dialektische Bilder und die Krise des Bewegungsbildes bei Andrej Tarkowskij - J. Gunia: Extreme Diskurse. Anmerkungen zur Kritik medialer Beschleunigung bei Günther Anders und Paul Virilio - H.-J. Jakob: "Das Blut spritzt bis in die letzte Reihe". Aspekte extremer Gewaltdarstellung im amerikanischen Film zwischen 1965 und 1980 - K. Wendt: Mongrelising Culture. Jenseits des guten Geschmacks Die Herausgeber Leonhard Fuest, Jahrgang 1967, promovierte an der Universität Münster über das Werk Thomas Bernhards und ist zur Zeit Stipendiat der "Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur" und Lehrbeauftragter am Institut für Germanistik der Universität Hamburg. Jörg Löffler, Jahrgang 1970, promovierte an der Universität Münster über "Melancholie und Schrift bei Goethe" und ist jetzt Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik der Universität Oldenburg.
ISBN: 978-3-8260-4096-2 Autor: Tiefenbach Georg Band Nr: 29 Erscheinungsjahr: 2010 Seitenanzahl: 252 Sprache: deutsch Kurzinhalt: „Dramaturgie ist das Kunsthandwerk des Geschichtenerzählens im Drama. Realisierung ist das Kunsthandwerk der Umsetzung einer Geschichte durch die Regie.“ Georg Tiefenbach analysiert und erläutert in allgemeingültiger Form narratologische und dramaturgische Aspekte im Film. Wie funktionieren Geschichten und Figuren? In welchem Zusammenhang steht die Geschichte zur Wahl des Regiestils? Was bedeuten Naturalismus und Realismus, Stilisierung, Abstraktion und Reduktion? Wie wird der Zuschauer emotionalisiert und zum Weinen gebracht? Diese Fragen werden exemplarisch an den Hauptwerken des dänischen Autor-Regisseurs Lars von Trier erörtert, die in detaillierten Analysen aufgeschlüsselt werden. Dabei stehen die einzelnen Gewerke des Films wie Drehbuch, Schauspiel, Kamera, Ton, Kostüme und Musik genauso im Mittelpunkt wie Referenzen zum kulturwissenschaftlichen Rahmen im Theater, der Literatur, der Malerei und den neuen digitalen Medien. Grundlegende Quellen sind die originalen Drehbücher von Lars von Trier sowie zahlreiche, ausführliche Interviews des Autors mit dem Team des Filmemachers, worin Erörterung über das Filmemachen im Allgemeinen wie im Speziellen eine besondere Rolle spielen. Der Autor Georg Tiefenbach, Studium der Dramaturgie in München und Masterclass Drehbuch in Hamburg, ist Drehbuchautor, Dramaturg und Kulturwissenschaftler mit dem Schwerpunkt auf narratologischen und dramaturgischen Faktoren in den Darstellenden Künsten und Neuen Medien.
ISBN: 9783826033025 Autor: Döring Lutz Erscheinungsjahr: 2005 Seitenanzahl: 424 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Was ist auf der Rückseite der Leinwand? Lauern dort unentwegt die Monster, ist das Geld die Kehrseite und die innerste Voraussetzung der Kinobilder? Warum ist der Tod, da er doch ins hellste Projektionslicht hervorzubrechen scheint, immerzu anderswo, im Off, im Zwischenraum, im Verborgenen? Was will die Formel "Vorzeit in der Endzeit" genau besagen in Hinsicht auf die Genres Horror und Science-Fiction und wie wird sie in den "Alien"-Filmen entfaltet? Wie spiegeln "Kino" und "Kapital" ihr Begehren nach der Verfügungsmacht über Bewegung, Raum und Zeit wechselseitig ineinander und was heißt das in Bezug auf "Alien" und "Star Wars"? Und, gegenläufig: Inwiefern können Bild und Bewegung, Montage und Einstellung, paradoxerweise gerade in diesen Filmen, ein technisches Bild des Denkens als Prozeß stellen, das vielleicht sogar in Konkurrenz zur Philosophie als begrifflichem Medium zu treten vermag? Diesen und verwandten Fragen geht die umfangreiche Untersuchung medientheoretisch versiert und mit Rückgriff auf einschlägige philosophische Denkmotive - wie dem des Verhältnisses von Sein und Darstellen - nach. Und dies auf eine Weise, die Stoff, Handlung, Dramaturgie und bewegtes Erscheinungsbild der thematischen Filme auf eine Weise befragt und auslegt, die quersteht zur gewohnten Filmtheorie und -interpretation, sei es hermeneutischer, technischer (Linguistik, Psychoanalyse) oder feuilletonistischer Art. Die intensive und extensive Interpretation will schließlich die Leistung dieser Filme - und mit ihnen tendenziell die der (narrativen) Kinematographie insgesamt - auf aufgeklärte, begriffliche Art wiederholen: Ihr Durchsichtig-Werden hin auf ihren technisch-medialen Produktionsgrund, das Gedächtnis ihrer Herstellung, das den Gehalt schließlich als nichts anderes erscheinen läßt, als die Selbstdarstellung (den Autosymbolismus) ihrer medialen Form in den bewegten Bildern der Filmerzählung selber. Der Autor Lutz Döring studierte in den 70er-Jahren in Düsseldorf Germanistik und Philosophie und schloß mit M.A. ab. Nach einer edv-technischen Umschulung arbeitete er viele Jahre als Anwendungsentwickler für mehrere Firmen. Von 2002 bis 2004 unterbrach er seine Berufstätigkeit, um die vorliegende Dissertation zu schreiben. Seit Februar 2005 ist er wieder in seinem alten Beruf tätig.
ISBN: 978-3-8260-4025-2 Autor: Vieler Veronika Band Nr: 24 Erscheinungsjahr: 2009 Seitenanzahl: 300 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Wenn Künstler in Schaffenskrisen Fragen nach einer Zukunft ihrer Arbeit stellen, machen sie oftmals ihre eigene Kunst zum Thema. Der Filmemacher Wim Wenders bringt seine Suche nach zukünftigen Formen des filmischen Erzählens in dem Film Der Stand der Dinge zur Sprache und stellt Fragen an Filmregie zwischen Kunst und Geschäft, Europa und USA. Im Vollzug seiner Regie findet er erste Antworten und lernt das Filmemachen mit jedem der folgenden Filme neu und besser zu verstehen. Diesem Verstehensprozess geht die Verfasserin in Anlehnung an die Philosophische Hermeneutik Hans-Georg Gadamers und die Methodik des hermeneutischen Prozesses von Werner Ingendahl nach. Die Autorin Veronika Vieler, Dr. phil., studierte Germanistik und Kunst an den Universitäten Dortmund und Wuppertal. Sie wurde 2008 an der Bergischen Universität Wuppertal im Fachbereich Geistes- und Kulturwissenschaften promoviert.
ISBN: 978-3-8260-4288-1 Autor: Hornberger Barbara Band Nr: 30 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Fast drei Jahrzehnte nach dem Ende der Neuen Deutschen Welle liegt nun mit „Geschichte wird gemacht“ eine umfassende kulturwissenschaftliche Studie zur NDW vor, die diese Schlüsselepoche deutscher Popkultur detailliert beschreibt, analysiert und kulturhistorisch einordnet. Die innovative Verknüpfung kulturhistorischer, soziologischer und ästhetischer Fragestellungen und Methoden eröffnet nicht nur einen genaueren – und vielfach neuen – Blick auf die NDW, sondern markiert einen neuen kulturwissenschaftlichen Forschungsansatz sowohl zu Popmusik und Jugendkultur als auch zu einer Theorie Populärer Kultur. „eine wahrhaft kulturwissenschaftliche Arbeit“ (Hans-Otto Hügel) „ein allumfassendes Standardwerk über die NDW“ (Jürgen Terhag) Die Autorin Die Kulturwissenschaftlerin Barbara Hornberger hat an der Universität Hildesheim studiert und promoviert, ihr Fachgebiet ist die Populäre Kultur. In ihren Arbeiten vereint sie Methoden aus Kulturgeschichte, Soziologie, Musik- und Literaturwissenschaft zu einem interdisziplinären Forschungsansatz, der hermeneutisch geprägte Analysen mit profunder kulturhistorischer Einordnung verbindet.
ISBN: 9783826031946 Autor: Esterhammer Ruth Band Nr: 16 Erscheinungsjahr: 2005 Seitenanzahl: 368 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Im Mittelpunkt dieses Bandes steht Karl Kraus' viel beachteter Essay "Heine und die Folgen" (1910), von dem ausgehend die Bedingungen und die Beschaffenheit seiner Heine-Kritik auf quellenkritischer Basis erarbeitet wurden. Am Beginn der von 1893 bis 1934 andauernden und vorwiegend in der "Fackel" geführten Auseinandersetzung stellte Kraus Heine neben Goethe und verteidigte ihn gegen seine Vereinnahmung durch die Presse, am Ende hatte er ihn zum Feuilletonisten ohne Talent, Witz, Humor und Gesinnung degradiert. Dieses Urteil entwickelte sich vor dem Hintergrund seiner Pressekritik: Einerseits reflektierte Kraus den Heine-Kult der liberalen Presse, die er dafür inklusive ihres Kultobjekts verurteilte, andererseits übertrug er auf Heine negative Merkmale oder Verhaltensweisen, die er an Zeitgenossen aus dem Presse- und Literaturbetrieb festgestellt hatte. Mit dieser Beobachtung und dem Wissen, dass Kraus mit Topoi und Versatzstücken arbeitete, ist sein Essay nicht - wie oft geschehen - als persönlicher Angriff auf Heine, sondern vielmehr als Stück Zeit- und Kulturkritik zu werten. Die Autorin Die Autorin studierte Deutsche Philologie, Mathematik und Geschichte in Innsbruck; sie ist dort am Institut für deutsche Sprache, Literatur und Literaturkritik als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig.
ISBN: 9783826030413 Autor: Nelle Florian Band Nr: 13 Erscheinungsjahr: 2005 Seitenanzahl: 344 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Im 16. Jahrhundert beginnt nicht nur das Zeitalter der klassischen Utopien, seither werden auch spektakuläre Versuche unternommen, eine ideale Vorstellung von Welt und Gesellschaft im theatralen Modell zu realisieren. Die künstlichen Paradiese, die so entstehen, lassen die Vision einer besseren Welt sinnlich erfahrbar werden. Sie binden das Versprechen der Glückseligkeit an die Religion, die harmonische Entfaltung der Natur, die Fortschrittsverheißungen der Technik, die völkerverständigende Funktion neuer Medien oder die Erfüllung der Wunschträume vom grenzenlosen Konsum. Anders als die Utopien setzen sie dabei nicht auf überzeugende Worte, sondern auf eindrucksvolle Gebäude, prächtige Kulissen und überwältigende Schauspiele. Barocktheater, Landschaftsgarten, Weltausstellung und Filmpalast sind die Stationen dieser Geschichte, die im vorliegenden Band zum ersten Mal zusammenhängend untersucht werden. Die barocke Inszenierung setzt das Modell einer hierarchisch um den Souverän, die Realpräsenz Gottes oder die Offenbarungen der wahren Natur angeordneten Gesellschaft in Szene, der englische Landschaftsgarten das idealisierte Abbild der neuen liberalen Weltordnung, die Weltausstellung den verklärten Entwurf einer von Menschenhand erzeugten zweiten Natur, der Filmpalast schließlich das Modell einer militarisierten Dienstleistungsgesellschaft mit geregelter Entgrenzung der Individualität. Entertainment und Politik gehen dabei eine Allianz ein, die das absolutistische Projekt kultureller Hegemonie unter den Vorzeichen des Medienzeitalters neu belebt. Der Autor Florian Nelle, Promotion über den Parismythos in Lateinamerika, zahlreiche kultur- und theaterwissenschaftliche Publikationen, insbesondere zum Verhältnis von Kunst und Wissenschaft, z. Zt. Privatdozent für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin.