ISBN: 978-3-8260-2255-5 Autor: Günther Hans-Christian Erscheinungsjahr: 2002 Seitenanzahl: 131 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Übersetzung des gesamten erhaltenen Werks eines der großen Klassiker der römischen Liebesdichtung richtet sich einerseits an den studentischen Anfänger der Klassischen Philologie, besonders jedoch auch an Studenten und Forscher im Bereich der modernen Literaturwissenschaft sowie jeden literaturinteressierten Laien ohne oder mit nur geringen Kenntnissen der lateinischen Sprache und antiken Kultur. Die Gedichte sind von Anmerkungen begleitet, die alle zum unmittelbaren Sinnverständnis notwendigen Informationen vermitteln, ohne irgendwelche Vorkenntnisse vorauszusetzen. Jedem Gedicht geht eine paraphrasierende Gliederung voran, die die für moderne Leser zunächst fremdartig und schwer nachvollziehbar wirkende Struktur sowie den Gedankengang klärt. Zudem geht jedem Buch eine Einführung in die Buchstruktur voraus, die in der römischen Elegie eng mit der Gedichtstruktur verbunden und nicht von derjenigen der Einzelgedichte zu trennen ist. Der Übersetzer H.-C. Günther ist Akademischer Oberrat und Professor am Seminar für Klassische Philologie der Universität Freiburg mit Arbeiten zu zahlreichen Gebieten der Klassischen Philologie, antiken Philosophie und Byzantinistik, insbesondere auch zur augusteischen Dichtung (u.a. Überlegungen zur Entstehung von Vergils Aeneis, Göttingen 1996; Properz und das Selbstzitat in der augusteischen Dichtung, München 1997; Quaestiones Propertianae, Leiden 1997). Danaben stehen Versübertragungen neuzeitlicher Dichtung wie G. D'Annunzio (Aachen 1999), G. Seferis (Hamburg 2000), D. Solomos (Stuttgart 2000) und G. Tabidze (Tbilisi 2000).
ISBN: 978-3-8260-1078-1 Autor: Vidali Stamatoula Erscheinungsjahr: 1997 Seitenanzahl: 176 Kurzinhalt: Aus der literarischen Überlieferung der Antike ist es bekannt, daß der Delphin in der antiken griechischen Welt ein hoch gefeiertes Tier war. Seine Schnelligkeit und seine Springleistungen wurden bewundert. Die bereits in der Antike erkannte Zahmheit und das freundliche Verhalten des Tiers zum Menschen finden in Mythen und Sagen Ausdruck, in denen der Delphin das in Not geratene menschliche Leben rettet. Intelligenz, Musikalität und andere menschliche Eigenschaften sowie Liebe und Sehnsucht nach Knaben hat der antike Glaube dem Delphin zugeschrieben. Vor allem ließen die Griechen dieses besondere Tier an die Sphäre ihrer Götter Anteil haben. Das Interesse der griechischen Antike für den Delphin zeigt sich nicht nur in seiner Verwicklung in der Mythologie, sondern auch in den unzähligen Darstellungen des Tieres in der Kunst. Die Autorin verfolgt die Darstellungen des Delphins in der griechischen Vasenmalerei und Kleinkunst vom Ende des achten bis ins fünfte vorchristliche Jahrhundert hinein. Sie befaßt sich einerseits mit Fragen der Interpretation der Darstellungen und andererseits mit der stilistischen Auswertung des Delphinmotivs in den verschiedenen Kunstkreisen des mutterländischen Griechenlands. Anhand der schriftlichen Quellen und der Werke der Kunst versucht sie die Beziehungen des Delphins zu den Bereichen der Götter Poseidon, Aphrodite, Dionysos und Apollon zu beleuchten. Die Autorin Stamatoula Vidali, geboren in Athen, studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Griechische Philologie und Byzantinistik an den Universitäten Athen, Bonn und Würzburg. Sie promovierte mit der vorliegenden Arbeit an der Universität Würzburg.
ISBN: 978-3-8260-1654-7 Autor: Statius Papinius Publius Erscheinungsjahr: 1998 Seitenanzahl: 251 Kurzinhalt: Der einst gefeierte römische Dichter P. Papinius Statius (gest. in Neapel etwa 95 n. Chr.) schrieb neben einer Sammlung anziehender Gelegenheitsgedichte (Silvae) ein Epos über die Lebensgeschichte des Achilleus (Achilleis, unvollendet) und als Hauptwerk die riesige Thebais (Der Kampf um Theben; 12 Bücher, fast 10 000 Hexameter). Besonders die Epen wurden im späteren Altertum und im Mittelalter vielfach gelesen. Im Mittelalter gehörte Statius zu den "Klassikern" (poetae aurei), die man in der Schule las und in der Dichtung nachahmte.Teile des Walthari-Liedes sind Statius nachgebildet, und besonders der Roman de Thèbes (12. Jahrhundert) greift auf die Thebais zurück. Statius übte noch auf Dante und manchen Dichter des Barock starke Einflüsse aus, während er heute weniger bekannt ist. Dabei dürfte für die Zeitgenossen riesiger politischer und gesellschaftlicher Umwälzungen und die Zeugen oft schwerster menschlicher Verirrungen in Machtkriegen und Aufständen der Zugang zu der düsteren und oft grausamen Welt dieses Dichters nicht zu schwer sein. Vielleicht könnte auch den Leser der Gegenwart der oft ausufernde, immer aber leidenschaftlich durchseelte und durchformte "barocke" Stil des Statius ansprechen. Statius wollte zeigen, wie den sich vererbenden und zugleich ganze Völker ansteckenden furchtbaren Leidenschaften - besonders der Machtgier - in der Brust der Menschen die Leidenschaften der Götter und der Unterwelt entsprechen und antworten und wie im irrationalen Zusammenwirken all dieser Kräfte das böse Schicksal der Oedipus-Familie und der schwer mitgenommenen Völker sich verwirklicht. Die beinahe fatalistische Düsternis des Geschehens wird aber mehrfach und besonders am Ende des Epos erhellt durch die Macht der Pietas, die durch menschliche Größe und durch echte Liebe den Bann der Unheilsmächte bricht und aufhebt. Selbst im politisch-staatlichen Raum siegen schließlich Rechtlichkeit und humaner Widerstand gegen tyrannische Bosheit. Das riesige Geschehen ist im Gefüge des Epos weitläufig entfaltet und wie auf einem Monumentalgemälde mit einem großen Gesamtereignis und vielen einzelnen zugeordneten Szenen ausgeführt, so daß ein mächtiges Panorama mythischen, politischen, moralischen Lebens entsteht. Der mythische Grund aber ist durch die besondere Fähigkeit des Dichters zum Ausmalen von Gefühlen und Gedanken in Reden psychologisch höchst "modern" durchleuchtet und aufgehellt. Statius folgt hier der Technik der Rhetorenschule, die Reden in bestimmten Situationen entwerfen ließ. Ähnlich kunstvoll verfährt der Dichter bei der Beschreibung von Ereignissen, Zuständen, Gegenständen, so daß insgesamt ein episch-dramatisches Gedicht hoher Anschaulichkeit und - nicht zu vergessen - starkem Unterhaltungswert vorliegt. Zugleich tritt Statius mit großem Ehrgeiz in gestalterischen und stilistischen Wettbewerb mit seinen dichterischen Vorgängern, wobei er nicht selten Sieger bleibt. Der ganze Text des Epos wird jetzt nach rund 110 Jahren wieder in deutscher Übersetzung vorgelegt. Der Übersetzer Otto Schönberger, 1926 in Dillingen/Donau geboren, studierte Klassische Philologie, Germanistik und Philosophie. Er lebt heute in Würzburg. Bekannt wurde er mit kommentierten Neuübersetzungen von Longus, Horaz, Philostratos und Cato. Zahlreiche Publikationen bei K&N.
ISBN: 978-3-8260-3621-7 Autor: Blanke Hans-Jürgen u. Birgit Esser Erscheinungsjahr: 2008 Seitenanzahl: 348 Sprache: deutsch Kurzinhalt: In 122 Fabeln, die der Klosterkultur und ihrer Spiritualität entstammen, wird auf unterhaltsame und belehrende Weise ein Kaleidoskop der mittelalterlichen Welt, ihrer Gesellschafts- und Lebensformen entfaltet. Akteure dieser Fabeln sind nicht nur Tiere jeder Art und Menschen verschiedenster Berufe, sondern auch Gestirne, Elemente, Metalle, Pflanzen usw. Fast alle Fabeln sind dialogisch ausgestaltet und enden mit einprägsamer Moral, die durch Zitate aus dem Anekdotenschatz der Antike, der Spruchweisheit der Bibel und Legenden des frühen Christentums erweitert sind. Dadurch daß in der Einleitung Auswirkungen der Naturphänomene und Verhaltensweisen der Tiere vor dem eigentlichen Beginn der Fabelhandlung erläutert werden, bieten sich selbst für Kenner der Äsop- und Phädrusfabeln neue Einblicke in einen besonderen Typus der Gattung Fabel. Diese Edition, die auf einem Inkunabeldruck der Universitätsbibliothek Uppsala basiert, präsentiert erstmalig eine vollständige, kommentierte und illustrierte zweisprachige Ausgabe des Werkes.
ISBN: 9783826023590 Autor: Philostratos Erscheinungsjahr: 2004 Seitenanzahl: 524 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Philostratos (der zweite dieses Namens in einer großen Familie der römischen Kaiserzeit), lebte etwa von 160- 244 n. Chr. und war ein glänzender Redner und Stilist. Er schrieb u.a. Werke über Gymna-stik und Heroenverehrung und die große Biographie des Wundertäters und Philosophen Apollonios von Tyana. In seinen Bildbeschreibungen (Eikones) führt er vor, wie kunstvoll er Gemälde, die er in einer Neapler Galerie sah, zu interpretieren und mit hinreißender Sprachkraft zu neuem, eigenem Leben im Wort zu erwecken vermag. Kaum eine Kunstbeschreibung aus älterer und neuerer Zeit kommt diesen von Leben, Gefühl und Geist überquellenden Nach-Bildungen gleich, und Goethe wußte wohl, weshalb er diesem Werk über lange Zeit hin Aufmerksamkeit und Mühe zuwandte. Philostrats Bildbeschreibungen können auch dazu dienen, die verlorenen antiken Gemälde wenigstens im Umriß wieder zu gewinnen oder Züge der beschriebenen Bilder mit Neufunden bei Ausgrabungen zu verbinden. Da die erste Auflage dieser Ausgabe schon lang vergriffen war, wird nun eine Neuausgabe (mit bibliographischen Nachträgen) vorgelegt. Der Herausgeber Otto Schönberger, geb. 1926 in Dillingen, studierte Klassische Philologie, Germanistik und Philosophie. Er lebt heute in Würzburg. Bekannt wurde er mit zahlreichen kommentierten Neuübersetzungen, darunter Longus Horaz, Philostratos und Cato. Zahlreiche Publikationen bei K&N.
ISBN: 9783826030437 Autor: Capella Martianus Erscheinungsjahr: 2005 Seitenanzahl: 349 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Von der Hochzeit der Philologia mit Merkur, diesem einstmals kanonischen Text der abendländischen Bildungsgeschichte, gibt es bislang keine vollständige Übersetzung ins Deutsche. Angesichts der diffizilen Besonderheiten der Darstellungsweise seines Autors, Martianus Capella, in Semantik, Syntax und Stil ist es verständlich, daß dieses extravagante Latein seit Beginn der Neuzeit fast ausschließlich Gegenstand philologischer Textkonstitution und -interpretation blieb. Das bedeutet in heutiger Zeit die gründliche Verschlossenheit des in dem Werk ausführlich entfalteten, klassisch gewordenen didaktischen Kanons der VII artes liberales vor einer breiteren, an der Geschichte und Theorie von Bildung interessierten Leserschaft. Die hier vorgelegte Übersetzung will diesem Desiderat abhelfen. Es ist darin der Versuch gemacht, diese Texte aus - wahrscheinlich - dem 5.Jh.n.Chr. in ihrer Buntheit und Vielfalt für Leser des 21.Jh. aufzuschließen. In der Einleitung sind Ansätze dazu gemacht, das breit angelegte Unternehmen unter wissenschafts-systematischen Gesichtspunkten einzufangen und über Fächerkanon und Wissenschaftsbegriff von einst im Kontrast zur Gegenwart zu reflektieren. Eine ausführliche Übersicht über die Inhalte ermöglicht dem Benutzer eine schnelle Orientierung im reichen Fundus der vom Autor gebotenen Themen und Motive. Der Übersetzer Hans Günter Zekl, geb. 1939; Studium der Klassischen Philologie und Philosophie in Marburg und München; Promotion 1968 über Platons Dialog Parmenides; lehrt seit 1972 Latein und Ethik; seit 1967 tätig als Herausgeber, Übersetzer und Interpret philosophischer Texte. Bei K&N erschien von ihm bereits: "Aristoteles - Metaphysik, übersetzt, mit Einleitung und Anmerkungen versehen von H. G. Zekl", 2003; "Rudolph Goclenius: Isagoge - Einführung in die Metaphysik, übersetzt, mit Einleitung und Anmerkungen versehen von H. G. Zekl", 2005.
ISBN: 9783826030970 Autor: Roeske Kurt Erscheinungsjahr: 2005 Seitenanzahl: 186 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Diese Buch läßt Homer selbst zu Wort kommen und bietet dem nicht fachlich gebildeten Leser Verständnishilfen an. Einem Text folgt jeweils eine kommentierende Interpretation. Homer ist der älteste Dichter der europäischen Literatur. Die Odysse erzählt die Geschichte des Odysseus, der sich durch Aufgeschlossenheit, Kreativität, Klugheit, Wendigkeit und Leidensfähigkeit in der Welt behauptet, freilich auch durch seine Wißbegier sich und andere lebensbedrohlichen Risiken aussetzt. Er repräsentiert Größe und Gefährdung des Menschen. Er kehrt von Troja heim nach Ithaka. Die äußeren Stationen der Reise sind zugleich Stationen der Selbstfindung. Das Epos erzählt aber auch die Geschichte der Penelope, Odysseus' Ehefrau, die sich durch ihre Treue, Besonnenheit, Umsicht und Menschlichkeit auszeichnet und am Schluß mit ihrem Mann vereint wird. Den Reiz der Lektüre macht in besonderer Weise die Kunst der Darstellung aus, die Liebe zum Detail, die feinen Charakterzeichnungen, die Gestaltung der Szenen, die Technik der Vorausdeutungen und Rückblenden. Beispiele aus der europäischen Literatur - Dante, James Joyce, Heinrich Heine, Franz Fühmann, Ingeborg Bachmann und andere - erweisen die bis heute lebendige Wirkungsgeschichte der Odyssee Homers. Der Autor Kurt Roeske studierte Klassische Philologie. Stationen seines Berufsweges waren die Leitung des Dilthey-Gymnasiums in Wiesbaden, der Deutschen Schule Athen und des Rabanus-Maurus-Gymnasiums in Mainz. In seinen Büchern ("Attika im Spiegel antiker Zeugnisse" 2003, und "Nachgefragt bei Sokrates - ein Diskurs über Glück und Moral", K&N 2004) vermittelt er das Erbe der Antike auf allgemeinverständliche Art.
ISBN: 978-3-8260-3660-6 Autor: Goclenius Rudolph Erscheinungsjahr: 2007 Seitenanzahl: 336 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Erst wenn man den erkenntnis- und Bewußtseinsstand der Naturwissenschaft unmittelbar vor Galilei und Kepler genauer und aus Quellen kennt, kann man ein konkretes Verständnis der geistigen und technischen Veränderungsprozesse gewinnen, die der neuzeitlichen naturwissenschaftlichen Revolution den Aufbruch zu neuen Horizonten ermöglicht haben. Unter dieser Prämisse ist hier eine material- und facettenreiche Sammlung naturphilosophischen, naturkundlichen, teils auch schon szientifischen Wissens aus dem späten 16. Jh. Der Vergessenheit entrissen und als Dokument der Wissenschaftsgeschichte für heutige Leser aufgeschlossen worden. 2005 erschien bereits bei K&N von Hans Günter Zekl: "Rudolph Goclenius - ISAGOGE, Einführung in die Metaphysik". Der Autor Hans Günter Zekl, Studium der Klassischen Philologie und Philosophie in Marburg/Lahn und München; Promotion 1968 über Platons Dialog Parmenides; lehrt seit 1972 Latein und Ethik; seit 1967 tätig als Herausgeber, Übersetzer und Interpret philosophischen Texte, u.a. von Diogenes Laertios, Platon, Aristoteles, Epikur, Cicero, Copernicus, Descartes. Mitarbeiter am Historischen Wörterbuch der Philosophie. Bei K&N erschien von ihm bereits: "Aristoteles - Metaphysik, übersetzt, mit Einleitung und Anmerkungen versehen", Würzburg 2003. "Rudolph Goclenius - Isagoge. Einführung in die Metaphysik - übersetzt, mit Einleitung und Anmerkungen versehen", Würzburg 2005. "Capella Martianus - Die Hochzeit der Philologia mit Merkur - übersetzt, mit Einleitung und Anmerkungen versehen", Würzburg 2005.