ISBN: 978-3-88479-002-1 Kurzinhalt: Erstmals erscheint hier der Briefwechsel zwischen Charlotte Sophie Gräfin Bentinck und beiden Gottscheds. Sie bieten farbenreiche Zeugnisse zum Sozialleben in Leipzig-Salons, Exkursionen, Feste, das Bürgerleben zur Kriegszeit, Details zu einer Freundschaft zwischen Bürgertum und Adel; und sie erleuchten neue Seiten vom Charakter J. C. Gottscheds und der klugen und verführerischen Gräfin Bentinck. Am wertvollsten aber ist wohl das Licht, das sie auf das Leben von Luise Gottsched werfen. Obwohl wir mehr über das Leben dieser Frau als sonst irgendeiner Autorin im achtzehnten Jahrhundert wissen, ist dieses Wissen durch die von ihrem Mann geschriebene Biographie und den von ihrer Freundin 1771/2 stark redigierten Briefwechsel gefiltert. Aus originellen Quellen entwickeln sich hier neue Einsichten in ihre politischen Gesinnungen, ihre Verhältnisse zur Gräfin Bentinck und zu ihrem Mann, und zu ihrer Persönlichkeit. Die Herausgeberin Katherine Goodman studierte Germanistik an der University of Wisconsin/ Madison und ist zur Zeit als Professor of German Studies an Brown University in den Vereinigten Staaten tätig.
ISBN: 978-3-8260-3347-6 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 312 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an Richard Wagner und ein Türöffner zu seiner Welt, seinem Leben und zu seinen Werken. Der Autor hat umfangreiches Textmaterial sortiert, analysiert, manchmal auch komprimiert und klärt erzählerisch auf, was diesen Ausnahmekünstler zu seinen ungewöhnlichen Leistungen trieb, warum er für einen König "gottgleich" und für einen Philosophen "ein deutscher Aischylos" gewesen ist. Der Autor ist Chemiker und hauptberuflich in der Industrie aktiv. Schon in seiner Jugend wurde er in seiner "Freizeit" ein "Wagnerianer" und erzählt und analysiert hier in einzigartiger Weise Wagners Leben und Werk: kompakt, authentisch, informativ und mit vielen Textzitaten sehr verständlich. Es ist eine spannende Geschichte um das Werden des größten mehrdimensionalen Kunstwerkes der Menschheit, die Geschichte vom: Ring des Nibelungen. Der Autor Josef Lehmkuhl, Jahrgang 1945, ist und war nach seinem Studium in Duisburg als Chemieingenieur in führenden Positionen in der Industrie tätig, hauptsächlich im Bereich Umweltschutz. Er hat chemische Produkte und Verfahren erfunden und entwickelt, Patente erworben, Firmen gegründet, Chemieanlagen konzipiert und in seiner "Freizeit" immer die Augen und Ohren für "das Wesentliche", nämlich für Literatur, Kunst und Musik offen gehalten.
ISBN: 9783826013959 Reihen Nr: StLK Band Nr: 13 Erscheinungsahr: 1998 Seitenanzahl: 351 Kurzinhalt: Daß es 1945 eine "Stunde Null" der Sprache und Literatur nicht gab, ist seit langem bekannt: Die Kontinuität erstreckte sich auf die der NS-Literatur zuzurechnenden Autoren, die fast ausnahmslos nach dem Ende der Lizenzierungspolitik der alliierten Kulturbehörden neue und häufig auch ihre alten, allenfalls stellenweise geglätteten Bücher publizierten. Dieser Ausschnitt der bundesrepublikanischen Literaturgeschichte ist bis heute nicht untersucht. Der auf ästhetische, politische und moralische Gründe gestützten Mißachtung dieser Autoren durch Literaturkritiker und -wissenschaftler stehen die oft hohen Auflagenzahlen gegenüber, welche die Dichter des "Dritten Reichs" mit ihren Büchern erzielten. Die Arbeit geht am Beispiel von vier Autoren, die verschiedene Aspekte der NS-Literatur repräsentieren, den Kontinuitäten - und Wandlungen - in der Schreibpraxis dieser Schriftsteller nach. In einem weiteren Kapitel werden einige ästhetische Grundzüge dieser Texte und deren ideologische Implikationen analysiert. Der Autor Stefan Busch studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Mainz und Pittsburgh, Pennsylvania, 1997 Promotion mit der vorliegenden. Er unterrichtet deutsche Sprache und Literatur am Lincoln College, Oxford.
ISBN: 978-3-8260-4160-0 Erscheinungsahr: 2009 Seitenanzahl: 252 Sprache: deutsch Kurzinhalt: In Berichten über die Zerstörung der Stadt Würzburg am 16. März 1945 und die Leistungen des Wiederaufbaus werden die alltäglichen Probleme der Bevölkerung in jener schweren Zeit oft ausgeblendet. Dieses Buch beschreibt anhand zahlreicher Zeitzeugenberichte, wie sich die Überlebenden mit Improvisationstalent, Ausdauer und auch Glück dem täglichen Über–Leben in der Steinwüste der ausgebombten Stadt stellten. Mit Zeitzeugenerinnerungen von: Klaus Bader – Marianne Bader – Ruth Bausewein – Marta Berger – Gertrud Bieber – Edgar Dambach – Fritz Därr – Laurenz Daßing – Gudrun Dressler – Dorothea Düsel – Alois Endres – Josef Fröhlich – Barbara Gehret – Heinrich Giesecke – Karola Giesecke – Georg Götz – Richard Greubel – Dorothea Heller – Maria Hessdörfer – Georg Hessdörfer – Ruth Hopf – Bruno Krämer – Franz Kunz – Ruth Lehritter – Helene Ott – Maria Plail – Katharina Riedel – Lita Schleyer – Wilhelmine Schwarzmann – Anneliese Weber – Heinrich Weise u.v.m. Der Herausgeber Christoph Daxelmüller ist Professor für Europäische Ethnologie an der Universität Würzburg.
ISBN: 978-3-8260-3983-6 Reihen Nr: Zweig Band Nr: 1 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 112 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Grußworte von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller – Grußworte von Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer – Grußworte von Bürgermeister Dr. Heinz Schaden – Grußworte von Rektor Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger – Grußworte der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, Hofrat Marko Feingold – K. Renoldner: Mehrsprachigkeit nach innen – Vorwort – Stefan Zweig und Salzburg – H. Holl: Salzburger Bemühungen um Stefan Zweig seit 1961 – F. Genböck: Architekt begegnet Schriftsteller – Gedanken zu einer Ausstellung – Judentum und Pazifismus – G. Langer: Stefan Zweig und die jüdische Religion – T. Bodmer: Jeremias. Ein Bekenntnis zu Pazifismus, Humanismus und Weltbürgertum – Geschichte und Kulturgeschichte – K. Müller: Faszination Geschichte. Zum Begriff der Geschichte bei Stefan Zweig – J. Brügge: Stefan Zweig, C.G. Jung und die Kulturgeschichte des Schachs – vom indischen Tschaturanga zur modernen Alchemie des 20. Jahrhunderts? Der Herausgeber Joachim Brügge ist Professor für Musikgeschichte an der Universität Mozarteum Salzburg mit dem Schwerpunkt 18. bis 20. Jahrhundert. Er ist Mitherausgeber des Mozartlexikons.
ISBN: 978-3-8260-3887-7 Reihen Nr: EpiL Band Nr: 654 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 352 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Inwieweit sprachliche Ausdrücke und andere Zeichen bei ihrer Verarbeitung durch den Menschen auf dessen semantisches Universum zurückgreifen und einwirken, ist Gegenstand vieler wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen. Unter Berücksichtigung strukturalistischer, poststrukturalistischer, semiotischer, erzähltheoretischer und konstruktivistischer Positionen stellt sich der vorliegende Band die Frage, ob Musik entsprechende Prozesse auslöst und wie ihre Rolle innerhalb der komplexen Gattung Oper zu sehen ist. Anschließend versucht der Autor, eine Brücke zwischen seinem musiksemantischen Modell und Wagners Musikästhetik zu schlagen, um dann einzelne Bedeutungsstrukturen in Wagners »Der Ring des Nibelungen« freizulegen und in ihrer Funktionsweise zu erläutern. Der Autor Jan Buhr studierte Musik und Germanistik an der Universität Dortmund.
ISBN: 978-3-8260-3945-4 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 152 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Interpretieren, Interpretieren, Interpretieren ... So wird mit literarischen Texten im Unterricht heute oft umgegangen: Der Text wird vor allem inhaltlich interpretiert, die Geschehnisse in ihm so dargestellt, als ob sie wirklich passiert wären, und dann Schlussfolgerungen bezüglich eines wünschenswerten Verhaltens gezogen: gegen Rassismus, für Gleichberechtigung der Geschlechter usw. Ästhetische Fragen kommen kaum vor, mit Literatur hat das Ganze wenig zu tun. Die Hermeneutik, die wissenschaftliche Grundlage dieses inhaltslastigen Vorgehens, ist die Fähigkeit, aus einem Text etwas herauszulesen, aus dem man mit derselben Berechtigung das Gegenteil herauslesen könnte. Den Schülern wird eine Reihe abschreckender Vorurteile eingebläut: Kunst kann man nicht selber machen, man kann sie nur interpretieren; literarische Werke liest man nicht zum Vergnügen, sondern um die in ihnen enthaltenen Botschaften zu entschlüsseln; Inhalt und Form lassen sich trennen usw. Der Literaturunterricht kommt oft in Gefahr, zu einem Literatur-Verhinderungs-Unterricht zu werden. Was wir in der Schule wochenlang durchgekaut haben, das schmeckt uns nicht mehr. Der Verfasser plädiert für ein grundsätzlich anderes Vorgehen: für eine möglichst weitgehende Trennung des Literaturunterrichts vom Fach Deutsch, für eine Einbeziehung anderer Künste und Medien in den Unterricht und vor allem dafür, den Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen künstlerischen Fähigkeiten auszuprobieren, anstatt ihnen die „richtige Interpretation“ abzuverlangen. - Der Autor: Thomas Lange hat nach seinem Hochschulabschluss als Lehrer für Deutsch und Geschichte an verschiedenen Einrichtungen unterrichtet, zuletzt bis Anfang 2008 an einem Studienkolleg.
ISBN: 978-3-8260-3944-7 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 168 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Als Sibilla Aleramo 1906 ihren ersten Roman Una Donna veröffentlicht, wird er sofort in mehrere Sprachen übersetzt und erregt in ganz Europa großes Aufsehen. Maxim Gorki, Stefan Zweig, James Joyce und Auguste Rodin wollen diese außergewöhnliche Frau kennen lernen, der es mit ihrer ersten Veröffentlichung gelungen ist, sich einen Zugang zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der italienischen und europäischen Literatur- und Kunstszene zu verschaffen. Das Buch stellt Leben und Werk dieser ungewöhnlichen Frau dar, die für viele als Wegbereiterin des Feminismus in Italien gilt. Die Autorin Monika Antes hat Italianistik und Germanistik studiert und lebt teils in Florenz, teils in Hannover.
ISBN: 978-3-8260-4023-8 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 160 Sprache: deutsch Kurzinhalt: „Wandervogel“: Der Begriff ist in die Lexika eingegangen als Name der bürgerlichen deutschen Jugendbewegung seit 1901. Tatsächlich war „Wandervogel“ ein gängiges Bild in Volks- und Studentenliedern und in der Literatur seit dem Barock und der Romantik mit wechselnden Bedeutungen: Fahrender Gesell, Scholar, Pilgrim, Vagant, Landstreicher; schließlich der Inbegriff von Fernweh und Sehnsucht nach Neuem, Verlassenheit und Wiederkehr ins Vertraute. Entstehung, Wanderungen und Wandlungen des literarischen Bildes werden hier verfolgt und vorgeführt. In der populären Literatur und Musik des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts findet sich der Topos massenhaft und trivialisiert. In der Jugendbewegung wurde „Wandervogel“ zum Synonym des „neuen Menschen“, zum zentralen Schlagwort einer Ideologie von der Heilung der verdorbenen Zeit und Gesellschaft aus der Kraft der Jugend. Die Wirklichkeit war anders. Gegründet und angeleitet von Honoratioren des wilhelminischen Bildungsbürgertums, dabei den Mythos einer spontanen Jugendkultur sorgsam pflegend, war diese Jugendbewegung tatsächlich in den konservativen Reformbewegungen der vorigen Jahrhundertwende verhaftet. Und mehrheitlich wanderte sie längst vor dem Ersten Weltkrieg in das Lager der Völkischen Bewegung. Der Autor Winfried Mogge, gelernter Journalist, studierte Geschichte und Germanistik in Berlin und Erlangen, arbeitete als Bildungsreferent und Archivar, lebt als freier Autor in Kassel.
ISBN: 978-3-8260-3897-6 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 236 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Mit dieser Briefedition eröffnet sich dem Leser ein außergewöhnlicher Einblick in das Leben zweier Künstler: der Malerin Gertraud Rostosky (1876-1959) und des Schriftstellers Max Dauthendey (1867-1918). Der Zeitraum der Briefe umfasst die Jahre von 1903 bis 1916. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts stand Gertraud Rostosky noch am Anfang ihrer Karriere als freischaffende Malerin. Die gesteckten Ziele lagen noch in weiter Ferne – so z. B. die Teilnahme an internationalen Ausstellungen und die Gründung einer Malkolonie, in der Maler wie Béla Czóbel, Anton Kerschbaumer, Erich Heckel und Otto Modersohn arbeiten sollten. Dagegen war Max Dauthendey bereits mit Prosa an die Öffentlichkeit getreten und hatte sich mit den Gedichtausgaben Ultra Violett (1893) und Reliquien (1897) als Lyriker der Moderne schon einen Namen gemacht. Es sind keine Briefe, die mit dem Blick auf eine mögliche Publikation geschrieben wurden, und gerade darin liegt ein ganz besonderer Reiz. Von künstlerischem Schaffen, Liebe, kulturellen Ereignissen, Plänen und Existenzsorgen erzählen die Briefe, darin eingeschlossen auch berühmte Zeitgenossen, die zum Freundes- und Bekanntenkreis des Paares gehörten, so beispielsweise Ida und Richard Dehmel, Emil Rudolf Weiß, Willi Geiger, Waldemar Bonsels, Arthur Holitscher, Korfiz Holm und andere mehr. Impulsiv und amüsant, poetisch und malerisch, tragisch und skurril spiegeln sie zugleich den Künstleralltag an Schauplätzen wie Paris, Berlin und München in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wider. Die Herausgeberin Clara Eyb zu Kleinstett, promovierte Kulturwissenschaftlerin, hat sich auf Biographieforschung und die Auswertung handschriftlicher Quellen zur Kulturgeschichte spezialisiert.