ISBN: 978-3-8260-1359-1 Reihen Nr: EpiL Band Nr: 243 Erscheinungsahr: 1998 Seitenanzahl: 174 Kurzinhalt: Gegenstand der Ausführungen ist vor allem Bernard Binlin Dadiés Un Nègre à Paris. Der 1916 an der Elfenbeinküste geborene Autor gilt nicht nur als einer der Mitbegründer der schwarzafrikanischen Literatur, sondern ist auch als Mitglied der schwarzafrikanischen Befreiungsorganisation Rassemblement Démocratique Africain (RDA) politisch hervorgetreten und hat ab dem Ende der 50er Jahre das politische Geschehen in Afrika entscheidend mitgeprägt. Im vorliegenden Buch wird Bernard Binlin Dadiés Un Nègre à Paris zum einen in literarischer Hinsicht untersucht, gleichzeitig gewährt das Œuvre aber auch Einblicke in Dadiés politisches Wirken und seine Ansichten über die in jenen Jahren äußerst brisante Thematik der Entkolonisation. Im Vordergrund steht die Frage der Kohärenz, d.h. inwieweit ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Impressionen und Gedanken, die Dadié in seinem Buch beschreibt bzw. aufgreift, gegeben ist. Die Autorin Linda-Maria Martina Zürn studierte Romanistik, Anglistik und Rechtswissenschaft in Würzburg, Heidelberg und Bayreuth. Derzeit Tätigkeit als Dozentin für University of Maryland, Europe.
ISBN: 978-3-8260-4287-4 Erscheinungsahr: 2010 Seitenanzahl: 360 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vorwort der Herausgeberinnen – 1. Chroniques »de la dérive douce« – H. Moser: Wach auf, mein Lieb... – D. Laferrière: Je me suis vu dans les yeux d’Ursula – N. Brossard: Foeh, fresque et vie – B. Scheer: Geburtstagsbrief an eine Freundin – 2. En trans(e) – dérives théoriques – O. Ette: ZwischenWelten der Literatur(wissenschaft): Auf dem Weg zu einer Poetik der Bewegung im Kontext der TransArea Studies – F.-P. Kirsch: Sur la France et ses littératures. Une approche interculturelle – P. Klaus: Vers des littératures trans-nationales? Exil, diaspora et nouveaux nomades – P. L’Hérault: Célébrer les acquis – E. Barceló: Jardines invisibles – 3. Écrire »entre les rives« – rapports inter-et transculturels, littératures migrantes – W. Krömer: Aventure, voyage et migration chez Amin Maalouf – D. Dumontet: Les déambulations de Régine Robin dans les textes et entre les textes – S. Simon: Montréal en marge: Le boulevard Saint-Laurent revisité – V. Porra: Du paradigme au syndrome d’Ulysse. Variations romanesques sur l’impossible retour du migrant – J. Pröll: ‘Moi/ï’ à la dérive: Identitätskonstruktionen bei Linda Lê und Anna Moï – C. Mata Barreiro: Écriture de la mémoire, de l’engagement, de la violence et de l’‘indocilité’ chez des écrivaines migrantes noires francophones – D. Fournier: Montréal est une peau de femme – 4. Dérives à l’ère postmoderne – phénomènes transtextuels – P. Kuon: Literatur und Leben. Dante und Petrarca in Gianni Celatis Lunario del paradiso – G. M. Grabher: Is Publication Suicide? The Loss of the Poet in Carol Shields’s Swann – R. Dion: Nouvelles écritures biographiques au Québec: deux expérimentations – K.-D. Ertler: Le roman historique contemporain au Québec: La Rose et l’Irlande de Jean-Pierre Charland – W. Asholt: ‘Dense avec légèreté’ ou Au piano de la fiction – H. Hudde: ‘Fortsätze’. Aphorismen – 5. D’une rive à l’autre – chanson et rapports intermédiaux – M. Schmitz-Emans: Erzählte Konzerte. Zu einigen Episoden in Jean Pauls Flegeljahren – A. Oberhuber: La chanson, un genre intermédial – J.-M. Jacono: Une chanson, plusieurs sens. Mon légionnaire par Marie Dubas (1936), Edith Piaf (1937) et Serge Gainsbourg (1987) – M. Weiß: Das französische Chanson um 2010. Stile, Moden und Entwicklungstendenzen im Gegenwartschanson – L. Dupré: Une odeur de lilas – Verzeichnis der Schriften und akademischen Leistungen von Ursula Mathis-Moser – Tabula gratulatoria Die Herausgeber Doris Eibl ist Assistentin am Institut für Romanistik der Universität Innsbruck. Gerhild Fuchs ist als Assistentin für italienische und französische Literaturwissenschaft am Institut für Romanistik der Universität Innsbruck tätig. Birgit Mertz-Baumgartner ist Assistentin für französische und spanische Literaturwissenschaft am Institut für Romanistik der Universität Innsbruck.
ISBN: 978-3-8260-1432-1 Reihen Nr: Magh Band Nr: 3 Erscheinungsahr: 1998 Seitenanzahl: 202 Kurzinhalt: Der traditionelle Blick der Literaturwissenschaft folgte dem Blick Frankreichs auf seine ehemaligen Mittelmeer-Kolonien. Übersehen wurde dabei der erwidernde Blick, der seine Ursprünge in den Ländern des Maghreb hat. Übersehen wurde auch, daß der Blick keinesfalls nur von der Pariser Metropole ausging, sondern auch von Okzitanien. Die 13 Beiträge des vorliegenden Bandes haben die literarischen Resultate dieser wechselseitigen Wahrnehmungen zum Thema. Sie beleuchten die Beziehungen zwischen Texten, die aus den literarischen Feldern Frankreichs, Okzitaniens und des Maghreb sowie der beur-Literatur stammen. Insbesondere können nun die bislang eher vernachlässigten Texte der beur-Literatur neu in die Diskussion gebracht werden. Die Perspektiverweiterung dieses Bandes wird zuerst in den sieben Albert Camus', Le premier homme gewidmeten Beiträgen vorgeführt. Dabei geht es um die immer wieder geforderte Verankerung von Camus' Werk im maghrebinischen Kontext, zugleich aber auch um die komplexen Beziehungen zwischen den Diskursen von Kolonisatoren und Kolonialisierten. Das theoretische und methodische Spektrum dieses Bandes ist weit; es reicht von traditionellen rezeptionsgeschichtlichen, intertextuellen Fragestellungen und Reflexionen über eine "interkulturelle (vergleichende) Literaturwissenschaft" bis zur Auseinandersetzung mit postkolonialen Ansätzen, Hybriditätsforschung und den Problemen von Interkulturalität und Differenz. Die Herausgeber Fritz Peter Kisch, geb. 9.6.1941, lehrt Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Wien. Buchveröffentlichungen über den französischen Roman und die okzitanische Literatur. Arbeitsschwerpunkt: Kulturkonfliktforschung im Einflußbereich der Romania. Mitherausgeber der Cahiers Francophones d'Europe Centre-Orientale (Wien, Pécs). Elisabeth Arend, Studium Univ. Freiburg, Reims; Promotion RWTH Aachen, wissenschaftliche Assistentin am Romanischen Seminar der Universität Göttingen, lehrt französische und italienische Literaturwissenschaft und ist Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich 529 (Internationalität nationaler Literaturen). Arbeitsschwerpunkte: deutsch-italienische Kulturbeziehungen, italienische Literatur des Trecento, Theorie und Geschichte der Literaturgeschichtsschreibung, französischsprachige Literaturen des Maghreb.
ISBN: 978-3-8260-3378-0 Erscheinungsahr: 2007 Seitenanzahl: 228 Sprache: deutsch Kurzinhalt: E. P. Fischer: Finden und Erfinden in den Naturwissenschaften - Th. Greiner: Die Liebe des Erfinders. Zur "absolut modernen" Poetik der "Illuminations" - A. Guyaux: Ce qu'on dit au poète … Quelques remarques sur l'ironie chez Rimbaud - W. Hülk-Althoff: Die chemische Metapher im 19. Jahrhundert: Wissen und Dichtung (Goethe, Stendhal, Rimbaud) - J. Jurt: La Science comme modèle: Balzac, Flaubert, Zola - K. Nonnenmacher: Stahl und Gold: Regulierung der Sinne und Wissenschaftsreligion bei Rimbaud - C. Priesner: Die Entwicklung der Alchemie in der Neuzeit - M. Richter: De la force à la farce (tragique). Contribution à une herméneutique d' "Une Saison en enfer" - J.-L. Steinmetz: Les "Illuminations" à l'Heure de la Science - H. Weich: Das schwindelnde Spiel mit der Mimesis. Zur Textbewegung in Rimbauds "Mouvement" - K. Westerwelle: "Force" und "travail" in den "Lettres du Voyant" und in "Une Saison en enfer" - H H. Wetzel: Die Metapher der Alchemie und die Alchemie der Metapher - F. Wolfzettel: Épiphanie et violence: les "Illuminations" de Rimbaud Die Herausgeber Thorsten Greiner: Professor für französische u. italienische Literaturwissenschaft und Fachdidaktik der romanischen Sprachen an der Universität Würzburg. Hauptarbeitsgebiete: Moderne Lyrik, fremdsprachliche Literaturdidaktik. Hermann H. Wetzel: Professor für französische und italienische Literaturwissenschaft an der Universität Regensburg. Hauptarbeitsgebiete: Romanische Novellistik, moderne französische und italienische Lyrik und ihre Übersetzung, Imagologie.
ISBN: 978-3-8260-3996-6 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 144 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Trobadors erfanden den Eros als Distanz, die Anbetung der vergötterten Frau, aber auch die leichten, gewagten Formen der Galanterie, eine Sprache der Liebe. Die vorliegenden Aufsätze zeichnen einige zentrale Momente dieser Geschichte nach, die exemplarisch verkörpert wird durch die Liedersammlung von Bernart de Ventadorn und durch den Dichterfürsten Wilhelm IX. Aufgegriffen werden dabei die rätselhaften Aussagen von Jacques Lacan über die höfische Liebe, die poetischen Gestaltungen des Trobadorthemas durch Heine und Pound, vor allem aber die aussergewöhnlichen Betrachtungen der beiden verwandten “freien Geister” Stendhal und Nietzsche. Mit ihrem Hinwegtanzen über die Moral, Sänger der Zufälligkeit und der Gefahr, enthüllen die Trobadors eine “fröhliche Wissenschaft”, die über die grundlegenden Spaltungen und Gewissheiten des modernen Subjekts hinauszuweisen scheint. Der Autor Mario Mancini lehrt Romanische Philologie an der Universität Bologna. Er ist Autor von Beiträgen zur Epik, zu den Trobadors, zu den Alexanderromanen, zum Roman de la rose und zur Rezeption der mittelalterlichen Literatur in der Moderne. Zu seinen Publikationen zählen: La gaia scienza dei Trovatori (1984, die hier, um zwei Aufsätze erweitert, in deutscher Sprache vorliegt); Il punto su: I trovatori (1991); Metafora feudale (1993); Lo spirito della Provenza. Da Guglielmo IX a Pound (2004).
ISBN: 978-3-8260-1769-8 Reihen Nr: Magh Band Nr: 4 Erscheinungsahr: 1999 Seitenanzahl: 247 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Kinder der maghrebinischen Immigranten schaffen nicht nur Unruhe in den Vorstädten Frankreichs, sondern auch in der Kultur des Landes. Ihre Literatur und ihre Filme erzählen von den Schwierigkeiten des Lebens zwischen zwei Welten, vom täglichen Rassismus und der ständig drohenden Marginalisierung. Ihre künstlerischen Darstellungsmittel lassen keinen Zweifel an ihrem Selbstanspruch, der - wenn auch zögerlich - zunehmend Anerkennung im etablierten Kulturbetrieb findet, in dem man zunächst nur an eine kurzfristige Mode glauben wollte. Der Band 4 der Reihe Studien zur Literatur und Geschichte des Maghreb widmet sich dem Thema der Multiperspektivik, die dem interkulturellen Gegenstand angemessen ist; sie schließt die vergleichende Analyse mit der Literatur ein, mit der sich die Kinder türkischer Immigranten ihren Platz auf der literarischen Bühne Deutschlands erkämpft haben. Neue Texte der wichtigsten frankophonen Autoren (Azouz Begag, Tahar Ben Jelloun, Ahmed Kalouaz, Leila Sebbar) rahmen die Untersuchungen ein. Der Herausgeber Ernstpeter Ruhe ist o. Professor für Romanische Philologie an der Universität Würzburg; einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die frankophone Literatur speziell zu Nordafrika. Aus den Studien zur Literatur und Geschichte des Maghreb erschien bereits Bd. 1 ("Europas islamische Nachbarn") 1993; Bd. 2 ("Europas islamische Nachbarn") 1996; Bd. 3 ("Literarische Begegnungen und Konfrontationen zwischen den Ländern des Maghreb, Frankreichs und Okzitaniens") 1998.
ISBN: 978-3-8260-3980-5 Reihen Nr: EpiL Band Nr: 660 Erscheinungsahr: 2009 Seitenanzahl: 316 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Simone de Beauvoirs Œuvre steht heute nicht mehr im Schatten des Philosophen und Schriftstellers Jean-Paul Sartre, sondern wird als autonomes literarisches und philosophisches Werk rezipiert. Als Schriftstellerin und Philosophin will sie in ihren Romanen eine gelebte Philosophie darstellen, ein Projekt, das sich besonders in ihrem Verständnis der situation kristallisiert. In Anlehnung an die Literaturtheorie Sartres kann bei Beauvoir von einem roman de situation gesprochen werden, der die Komplexität von Charakter und Moral seiner Protagonisten erst durch ihre Entscheidungen und Handlungen deutlich macht und immer weiter entwickelt. Die authentische Darstellung der situation und damit der expérience vécue erfordert neue Formen literarischen Schreibens. Die Autorin Studium der Romanistik und Germanistik an der Universität Augsburg, derzeit Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg.